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ver.di kritisiert Abkehr der Deutschen Post DHL von dualer Berufsausbildung

ver.di kritisiert Abkehr der Deutschen Post DHL von dualer Berufsausbildung

17.10.2017

Mit heftiger Kritik hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf die Ankündigung des Konzerns Deutsche Post DHL reagiert, die duale Berufsausbildung für den Beruf der Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienste (FKEP) zurückzufahren und durch eine berufsbegleitende Qualifizierung zu ersetzen. „Während die Vorstände anderer großer Konzerne zusammen mit der Bundeskanzlerin im Frühjahr in die USA gereist sind, um dem US-Präsidenten die Vorzüge der dualen Berufsausbildung in Deutschland zu erläutern, streicht der Postkonzern genau diese Ausbildung zusammen. Das ist unerträglich. Der Konzern entzieht sich der Verantwortung für die jungen Menschen.“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis.

Nach Informationen der Gewerkschaft ist vorgesehen, die Zahl der du-alen Ausbildungsplätze für den Beruf der Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienste (FKEP) von derzeit rund 1.400 im kommenden Jahr auf rund 750 zu halbieren. Weitere rund 750 einzustellende Beschäftigte sollen die Berufsqualifikation nicht mit einer dualen Ausbildung, sondern durch eine berufsbegleitende IHK-Prüfung erwerben. Aus Sicht von ver.di sei eine berufsgleitende Qualifizierung grundsätzlich positiv. Nicht aber, wenn sie zu Lasten des dualen Ausbildungsangebotes gehe.

Pressekontakt

Daniela Milutin
ver.di-Bundesvorstand
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