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So geht Organisation

Eine ver.di-Betriebsgruppe von Kraftfahrern

So geht Organisation

Sie kommen aus verschiedenen Transportbereichen treffen sich regelmäßig beim ver.di-Kraftfahrerkreis Aschaffenburg-Miltenberg ver.di Sie kommen aus verschiedenen Transportbereichen treffen sich regelmäßig beim ver.di-Kraftfahrerkreis Aschaffenburg-Miltenberg

20.2.2016 +++ Wie Beschäftigte aktiv in die Diskussionen um die Zukunft der Arbeit in der Branche eingebunden werden können, stellt der Kraftfahrerkreis Aschaffenburg-Miltenberg unter Beweis.

 „Volle Hütte!“ postet der ver.di-Kraftfahrerkreis Aschaffenburg-Miltenberg auf seinem Facebook-Auftritt über die Veranstaltung. Und das ist nicht übertrieben. Es ist zwar nicht ungewöhnlich, dass sich regelmäßig viele interessierte Berufskraftfahrer beim ver.di-Kraftfahrerkreis auf dem Autohof Elbert in Kleinostheim treffen, aber heute hatte der Kreis viele Gäste eingeladen. Darunter auch den Leiter der Bundesfachgruppe Speditionen, Logistik, Kurier-, Express- und Paketdienste in ver.di Mario Klepp. Es wurde die Situation der Berufsgruppe diskutiert und wie es gelingen kann, über die Vernetzung Aktiver politisch mehr zu erreichen.

Während die einen argumentierten, dass die Fahrer erst in ver.di eintreten müssten, damit die Organisation für das Fahrpersonal mehr erreichen könne, argumentierten andere, ver.di müsse mehr für die Fahrer erreichen, damit die Gewerkschaft für sie attraktiv werde. ver.di habe die Themen positioniert, erklärte Klepp und gehe solche politischen Wege, damit die Arbeit in der Branche Zukunft hat. „Wir reichen allen Aktiven die Hand, um geschlossen gegen Sozialdumping und kriminelle Machenschaften einzelner Transportunternehmen vorzugehen“, bot er an. Wie Beschäftigte in die Diskussionen eingebunden werden könnten, stelle der Kraftfahrerkreis Aschaffenburg-Miltenberg unter Beweis, sagte Klepp und dass solche Erfahrungen genutzt werden könnten, um ähnliche Kreise an anderen Orten aufzubauen. 

Vor über fünf Jahren gründeten Berufskraftfahrer um Lars Kretschmann und Burkhard Taggart aus Miltenberg einen Kraftfahrerkreis. Daraus entwickelte sich der ver.di-Kraftfahrerkeis Aschaffenburg-Miltenberg und damit bundesweit die erste ver.di-Betriebsgruppe von Kraftfahrern. Unterstützt werden sie von Patrick Gerson, der im ver.di-Bezirk Würzburg/Aschaffenburg Gewerkschaftssekretär im Fachbereich ist. Regelmäßig kommen zwischen 30 und 60 Fahrerinnen und Fahrer aus allen Transportbereichen zu den Treffen; sie fahren Tankwagen, Autotransporte, Holztransporte, für die Deutsche Post, sind im Fern- und Nahverkehr unterwegs oder sind Busfahrer. Sie reden über aktuelle Probleme, den Tarifabschluss von ver.di für die Beschäftigten der Branche in Bayern, erhalten Hilfe im Arbeits- und Tarifrecht, sie treffen Bundestagsabgeordnete, die der Kraftfahrerkeis eingeladen hat, sie organisieren Unterstützung für die Unterschriftenaktion zur Tarifeinheit und gegen den Eingriff in das Streikrecht, jetzt aktuell für die Europäische Bürgerinitiative „Fair Transport Europe“

Der ver.di-Kraftfahrerkeis Aschaffenburg-Miltenberg trifft sich auf dem Autohof auf der A3, Exit 58, Aschaffenburg West, circa 500 Meter von der Ausfahrt Richtung Kleinostheim entfernt. Die Termine der Treffen sowie mehr über die Arbeit und die Unterstützung, die der Kraftfahrerkreis gibt, sind auf Facebook zu finden.

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