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Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst

Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst

Aktionstag von ver.di zur Besoldungsrunde
im öffentlichen Dienst am 25. April im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin mit dem ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske. Bundesweit waren Kolleginnen und Kollegen per Stream live dabei. ver.di Aktionstag von ver.di zur Besoldungsrunde im öffentlichen Dienst am 25. April im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin mit dem ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske. Bundesweit waren Kolleginnen und Kollegen per Stream live dabei.

4.5.2016 +++ Am 29. April konnte ver.di für rund 2,14 Millionen Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen einen Tarifabschluss durchsetzen. Nun geht es um die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung der Tarifergebnisse auf Beamte und Versorgungsempfänger.

Das erzielte Tarifergebnis sieht eine Einkommenserhöhung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen um 4,75 Prozent vor sowie Regelungen für eine sichere Altersversorgung und eine neue Entgeltordnung. Rückwirkend zum 1. März steigen somit die Entgelte um 2,4 Prozent und zum 1. Februar nächsten Jahres um 2,35 Prozent. Zum Ergebnis zählt auch die Zusage des Bundesinnenministers Thomas de Maizière gegenüber dem ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske, einen Gesetzentwurf zur Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger des Bundes in das Bundeskabinett einzubringen.

Gemeinsam mit dem DGB wird ver.di voraussichtlich Mitte Juni Gespräche mit dem Bundesinnenministerium zum Entwurf eines Gesetzes zur Besoldungs- und Versorgungsanpassung führen.

Bei der Übernahme des Tarifergebnisses erhalten auch die Beamtinnen und Beamten sowie Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger der Deutschen Post AG und weiterer Postnachfolgeunternehmen mehr Geld. Im Unternehmen Deutsche Post AG sind etwa 40 000 Beamte beschäftigt, die meisten in der Zustellung. Da bei den Erhöhungsschritten 0,2 Prozent der Versorgungsrücklage des Bundes abgezogen werden müssen, würde die Besoldung bei einer zeit- und wirkungsgleichen Übertragung um 2,2 Prozent rückwirkend zum 1. März und um 2,15 Prozent zum 1. Februar nächsten Jahres steigen.

In der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst haben Postbeschäftigte
ihre Unterstützung bekundet, wie die Betriebsgruppe Brief Amberg. ver.di In der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst haben Postbeschäftigte ihre Unterstützung bekundet, wie die Betriebsgruppe Brief Amberg.

Die Beamtinnen und Beamten der Deutschen Post AG erhalten darüber hinaus zum 1. Oktober eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro, wenn sie sich per 31. August im aktiven Dienstverhältnis zur Deutschen Post AG befinden. Teilzeitbeschäftigte erhalten die Zahlung anteilig ihrer wöchentlichen Arbeitszeit. Das wurde im Zusammenhang mit den Verhandlungen über die Altersteilzeit für Beamte der Deutschen Post AG zwischen ver.di und dem Unternehmen vereinbart. Geregelt wurde auch, dass die Postzulage für aktive Beamte bis zum 31. Januar 2018 weiter gewährt wird. Die monatliche Postzulage – ein Ergebnis voran gegangener Tarifabschlüsse für die Tarifbeschäftigten – wird in Höhe von vier Prozent der individuellen monatlichen Bezüge gezahlt und besteht aus Grundgehalt, Familienzuschlag und persönlicher Amtszulage.