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Tarifforderung: ver.di empfiehlt 5 Prozent

Tarifforderung: ver.di empfiehlt 5 Prozent

Empfehlung zur Tarifforderung ver.di Empfehlung zur Tarifforderung

26.2.2016 +++ Der Vorstand des ver.di-Bundesfachbereiches hat seine Forderungsempfehlung für die Tarifverhandlungen für Beschäftigte bei den Postdiensten, in den Speditionen, der Logistik sowie bei den Kurier-, Express- und Paketdiensten für das Jahr 2016 beschlossen. Mit dieser Empfehlung soll der Kurs einer nachhaltigen und deutlichen Entgeltpolitik fortgesetzt werden.

Als bundeseinheitliche Tarifforderung wird eine Erhöhung der Einkommen und Ausbildungsvergütungen im Gesamtvolumen von fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten empfohlen.

Mitgliederdiskussion

Der Empfehlung vorangegangen waren Diskussionen der Mitglieder in den Unternehmen und den ver.di-Landesbezirksfachbereichen, für die in diesem Jahr Entgelt-Tarifverträge gekündigt werden können und Verhandlungen anstehen. Die Mitglieder sprachen sich mehrheitlich für die Tarifforderung von fünf Prozent mehr Entgelt aus. Für die Diskussion der Mitglieder über die Tarifforderung zur Tarifbewegung 2016 hatte der Bundesfachbereichsvorstand am 24. November vorigen Jahres den Rahmen für die Diskussion der ver.di-Mitglieder bei den Postdiensten, in den Speditionen und der Logistik für die Tarifbewegung 2016 zwischen vier und 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten empfohlen.

Bei der Entwicklung des Diskussionsrahmens hat sich der Vorstand des ver.di-Bundesfachbereiches an den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Prognosen des Institutes für Makroökonomie und Konjunkturforschung und des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie der Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute orientiert. Sie gehen davon aus, dass sich der moderate Aufschwung fortsetzen wird. Als Motor für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft gilt auch in 2016 der private Konsum. Dieser profitiert von der spürbaren Ausweitung der Beschäftigung und den steigenden Reallöhnen. Der Beitrag der privaten Konsumausgaben zum Bruttoinlandsprodukt wird in den Jahren 2015 und 2016 mehr als die Hälfte des Wachstums des Bruttoinlandsproduktes ausmachen. Aus den prognostizierten wirtschaftlichen Eckdaten für 2016 – einer Preissteigerung von circa 1,4 Prozent und einer Produktivitätssteigerung von circa 1,3 Prozent – ergibt sich ein verteilungsneutraler Spielraum von circa 2,7 Prozent.

Die konkreten Forderungen stellt dann die jeweils zuständige Tarifkommission unter Berücksichtigung der ausgesprochenen Empfehlung vor dem Verhandlungsauftakt.

Flächentarifverträge

In diesem Jahr stehen Verhandlungen zu den Flächentarifverträgen für Speditionen und Logistik in Baden-Württemberg, Südbaden, Saarland, Nordrhein-Westfalen und Bayern an. In Baden-Württemberg ist der Tarifvertrag zum 31. März kündbar, in Südbaden zum 30. Juni, im Saarland zum 31. Juli, in Nordrhein-Westfalen zum 31. August und in Bayern zum 30. September.

Haustarifverträge

Im Konzern Deutsche Post DHL sind die Entgelttabellen für die Beschäftigten der Deutschen Post E-Post Solutions und der Deutschen Post Inhaus Services zum 29. Februar gekündigt, für die European Air Transport Leipzig GmbH sind sie zum 31. März, für die DHL HUB Leipzig GmbH zum 30. September und für die DHL Solutions Fashion/Retail/FRO zum 31. Dezember kündbar. Die Entgelttabellen für die Beschäftigten der CSG.TS GmbH, einem Joint Venture der Deutschen Post DHL und Bilfinger Facility Services sind zum 31. Oktober kündbar. Für Transthermos läuft der Tarifvertrag zum 30. September aus. Bei der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost ist der Tarifvertrag zum 29. Februar kündbar und beim Erholungswerk Post Postbank Telekom e. V. zum 30. April.

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