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Flächentarif bei Stute Logistics in Nürnberg

Flächentarif bei Stute Logistics in Nürnberg

Er partizipiert vom Flächentarifvertrag. Gewerblich Beschäftigter bei Stute Logistics in Nürnberg. Stute Logistics (AG & Co.) KG Er partizipiert vom Flächentarifvertrag. Gewerblich Beschäftigter bei Stute Logistics in Nürnberg.

10.6.2014 +++ Für die Beschäftigten bei Stute Logistics in Nürnberg gilt nun der Flächentarifvertrag und damit erhalten sie mehr Entgelt, mehr Urlaubsgeld, mehr Urlaub - und ihre Arbeitszeit verringert sich.

Der Bremer Transport- und Kontraktlogistiker Stute Logistics hat in Deutschland über 2300 Beschäftigte. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent zur Kühne + Nagel-Gruppe. ver.di verhandelte mit dem Unternehmen Stute Logistics (AG & Co.) KG für den Standort Nürnberg die Erweiterung des bestehenden Ergänzungs- und Überleitungstarifvertrags. Am 10. Juni 2014 konnte ein Ergebnis erzielt werden. Im Zuge dessen wird die Stute Logistics (AG & Co.) KG die Tarifbindung an die bayerischen Flächentarifverträge für die Speditions- und Logistikbranche herstellen. Damit gelten ab dem 1. Juli dieses Jahres für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Stute Logistics am Standort Nürnberg die Regelungen der Flächentarifverträge für das Speditions- und Logistikgewerbe in Bayern.

Ihre wöchentliche Arbeitszeit verringert sich dadurch von 40 Stunden auf 38,5 Stunden. Ihr jährlicher Urlaubsanspruch erhöht sich von 25 Arbeitstagen auf bis zu 30 Arbeitstage. Ihr Urlaubsgeld steigt von 312,50 Euro auf bis zu 510 Euro und die Jahressonderzahlung von 350 Euro auf bis zu 785 Euro.

Spürbar steigt auch ihr Monatsgrundentgelt. Eine gewerblich Beschäftigte als Lagermitarbeiterin im Wareneingang und -ausgang oder ein Gabelstaplerfahrer mit einer Berufserfahrung von mehr als sechs Jahren erhielt bisher einem Grundlohn von 1766 Euro zuzüglich 170 Euro Leistungsprämie und damit 1936 Euro gesamt. Ab 1. Juli stehen ihnen tarifvertraglich ein Monatslohn in Höhe von 2028 Euro zu. Damit steigt ihr monatliches Entgelt um 4,75 Prozent. Rechnet man die wöchentliche Arbeitszeitverkürzung ein, entspricht das einer Steigerung von 9,1 Prozent.

Weiter erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die am 30. Juni dieses Jahres ein Arbeitsverhältnis mit dem Unternehmen haben, mit dem Entgelt im Juli eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro.

Darüber hinaus wurden folgende Regelungen festgeschrieben, die über die Flächentarifverträge für die Speditions- und Logistikbranche in Bayern hinausgehen: War für Beschäftigte das bisherige einzelvertraglich vereinbarte monatliche Entgelt höher als das monatliche Entgelt, das sich aus dem Lohn- bzw. Gehaltstarifvertrag der Speditions- und Logistikbranche in Bayern ergibt, so erhalten sie eine Besitzstandzulage. Diese wird bei linearen Entgelterhöhungen dynamisiert. Von den Ergebnissen der jetzt anstehenden Tarifrunde in Bayern werden so alle Beschäftigten von Stute Logistics in Nürnberg zeitnah partizipieren.

Für die Beschäftigten von Stute Logistics an den Standorten Bremen und Stade hatte ver.di Anfang des Jahres einen Anerkennungstarifvertrag geschlossen. Für sie gelten damit die Tarifverträge für die Speditions- und Logistikbranche in Hamburg. Auch ihre Wochenarbeitszeit reduziert sich dadurch, ihr Urlaubsanspruch steigt, ihr Urlaubsgeld und spürbar ihr monatliches Grundentgelt. Ebenfalls wurde mit einem Ergänzungs- und Überleitungstarifvertrag für die Beschäftigten an den Standorten Bremen, Stade und Hamburg ihre vormals individuell geregelten Leistungen gesichert, die über die Regelungen der Hamburger Tarifverträge für die Speditions- und Logistikbranche hinausgehen