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Mehr Entgelt erstritten

Mehr Entgelt erstritten

Mehr Entgelt erstritten mit Warnstreiks ver.di Mehr Entgelt erstritten mit Warnstreiks

3.6.2014 +++ Der Tarifvertrag für Speditionen und Logistik in Baden-Württemberg ist abgeschlossen.

ver.di hat am gestern für die rund 120 000 Beschäftigten der Speditions- und Logistikbranche in Baden-Württemberg ein Tarifergebnis erzielt. Ihre Einkommen erhöhen sich rückwirkend ab 1. Mai dieses Jahres linear um drei Prozent und zum 1. Mai nächsten Jahres um zwei Prozent. Die Auszubildenden erhalten im ersten Schritt der Tarifregelung monatlich 25 Euro mehr Ausbildungsvergütung und im zweiten monatlich 20 Euro. Und auch das: Die vom Arbeitgeberverband Speditionen und
Logistik (AVSL e. V.) Baden-Württemberg in der ersten Verhandlungsrunde aufgestellten Gegenforderungen sind vom Tisch. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und ist zum 31. März 2016 kündbar. Vereinbart wurde auch ein Maßregelungsverbot, d. h. arbeitsrechtliche Maßnahmen im Zusammenhang mit den Warnstreiks werden eingestellt.

Im Vorfeld der Tarifverhandlungen hatte der Arbeitgeberverband den Manteltarifvertrag gekündigt und zum Verhandlungsauftakt am 2. April sein „Angebot“ auf den Tisch gelegt; von der Absenkung der Einstiegslohngruppe über die Erhöhung der  Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden und damit einem Lohnabzug von 1,3 Prozent bis hin zur teilweisen Streichung der Überstundenzuschläge und damit einem Lohnabzug von circa zwei Prozent. Zur zweiten Verhandlungsrunde boten die
Arbeitgebervertreter 1,7 Prozent mehr Entgelt zum 1. April 2014 und 1,8 Prozent zum 1. April 2015 an. Bedingung: Die Absenkung der Einstiegslohngruppe. ver.di brach die Verhandlung nach diesem völlig inakzeptablen Angebot ab und rief die Beschäftigten zu Warnstreiks auf. Die große Beteiligung der Beschäftigten in den Unternehmen wie DPD in Ludwigsburg und Heilbronn, UPS in Ditzingen, DB Schenker in Mannheim, Kühne & Nagel in Gärtringen, Panalpina in Kornwestheim, DHL Freight in
Öhringen und Gebr. Weiss/Diehl in Stuttgart zeigten Wirkung, ebenso der Unmut und die Proteste der Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer in den Betriebsversammlungen und bei zahlreichen Aktionen. Und: Die Auseinandersetzung überzeugte mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen, Mitglied in ver.di zu werden. Sie haben ganz konkret erlebt, wie wichtig es ist, dass sich jeder Einzelne im Betrieb aktiv für die Lohnerhöhung einsetzt.