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Tarifkonflikt DHL Home Delivery GmbH

Arbeitgeber mauert

Tarifkonflikt DHL Home Delivery GmbH

Warnstreik bei DHL Home Delivery in Bremen ver.di Warnstreik bei DHL Home Delivery in Bremen

25.6.2015 +++ Für die Beschäftigten der DHL Home Delivery verhandelt ver.di einen neuen
Entgelttarifvertrag. Doch der Arbeitgeber mauert. Nachdem er auch in der fünften Verhandlungsrunde kein
Angebot vorlegte, wird der Druck auf den Arbeitgeber erhöht.

ver.di befindet sich nicht nur mit der Deutschen Post AG, sondern auch mit dem zum Postkonzern gehörenden Unternehmen DHL Home Delivery GmbH in einem Tarifkonflikt. In der Verhandlung zwischen ver.di und der DHL Home Delivery GmbH geht es um mehr Entgelt für die rund 2000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Unternehmens. ver.di fordert für sie 5,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Der Tarifvertrag ist zum 1. April 2015 gekündigt worden.

Die bei der DHL Home Delivery GmbH beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kommissionieren und konfektionieren Waren unter anderem für Onlinehändler oder TVShopping-Unternehmen. Zudem bietet das Unternehmen Dienstleistungen in der Paketzustellung an.

Nachdem sich in den ersten Verhandlungsrunden nichts bewegte, rief ver.di seine Mitglieder im Unternehmen an mehreren Standorten in Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu Warnstreiks auf. Als der Arbeitgeber auch in der fünften Verhandlung am 3. Juni kein Angebot zum Entgelttarifvertrag vorlegte, brach die ver.di-Verhandlungskommission die Gespräche ergebnislos ab und empfahl der ver.di-Tarifkommission, das Scheitern der Verhandlungen zu erklären. Dem folgte am 11. Juni die Tarifkommision.

„Die Beschäftigten leisten gute Arbeit und wollen das am Monatsende auch so bewertet sehen“, sagt die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. Der Konzern Deutsche Post stünde wirtschaftlich prächtig da. Auch sei es in anderen Tochterunternehmen in jüngerer Zeit ohne weiteres möglich gewesen, gemeinsam zu vernünftigen Tarifabschlüssen zu kommen. Offenbar wolle der Arbeitgeber bei der DHL Home Delivery GmbH keine konstruktive Lösung am Verhandlungstisch. Man werde den Druck nun weiter erhöhen, so Kocsis. Die Beschäftigten legten am Standort Bremen vom 15. bis 22. und 24 bis 25. Juni die Arbeit nieder. Betroffen waren dadurch Lieferungen für Amazon und die Paketzustellung. An den Standorten Stauffenberg und Braunschweig streikten die Beschäftigten vom 15. bis 21. bzw. 17. bis 18. Juni. Betroffen waren davon vor allem Lieferungen für Teleshopping.