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Öffentlicher Druck auf UPS

Öffentlicher Druck auf UPS

28.11.2014 +++ Der international tätige Paketdienstleister UPS muss sich in Deutschland zunehmend öffentlicher Kritik stellen.

Das Geschäftsmodell: Der Paketdienstleister United Parcel Service (UPS) beschäftigt viele Teilzeitkräfte nur 17 Wochenstunden. Neueinstellungen erfolgen nur auf dieser Basis.  Damit das Geld zum Leben reicht, leisten Beschäftigte regelmäßig Mehrarbeit. Wollen sie ihre Arbeitszeit aufstocken, verwehrt UPS ihnen das – obwohl das Bundesarbeitsgericht (BAG) dazu anderslautend entschied. Doch dort, wo sich engagierte Betriebsräte einsetzten, wird diese Personalpolitik nicht toleriert. Deshalb steuert UPS dagegen, bekämpft die Betriebsräte oder beeinflusst Betriebsratswahlen. So geschehen in Hannover-Langenhagen, wo UPS fast 700 Beschäftigte hat. UPS sorgte dafür, dass unabhängige und gewerkschaftlich organisierte Listen nicht zugelassen wurden. Dagegen ist eine Klage beim Arbeitsgericht anhängig. Die Gerichte müssen sich auch mit Abmahnungen und Änderungskündigungen gegen Vertreter dieser Listen beschäftigen. Diese Taktik von UPS stößt in der Region bei Politikern, Arbeitsorganisationen und den Kirchen auf Ablehnung. Mit Solidaritätsbotschaften unterstützen sie die Listenvertreter. Mehr dazu unter: www.frischerwind-eurestimme.de