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Tarifeinigung erzielt

DHL Home Delivery GmbH

Tarifeinigung erzielt

Streik bei DHL Home Delivery in Bremen ver.di Streik bei DHL Home Delivery in Bremen

20.7.2015 +++ Für die Beschäftigten der DHL Home Delivery GmbH konnte nach sechs Verhandlungsrunden eine Tarifeinigung erzielt werden. Sie erhalten eine Einmalzahlung von 400 Euro. Ihr Entgelt steigt um 3,73 Prozent.

Die bei der DHL Home Delivery GmbH beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kommissionieren und konfektionieren Waren unter anderem für Onlinehändler oder TVShopping-Unternehmen. Zudem bietet das Unternehmen Dienstleistungen in der Paketzustellung an. Die Beschäftigten erhalten laut dem am 17. Juli erzielten Tarifabschluss mit der Entgeltzahlung für den Monat September eine Einmalzahlung von 400 Euro, Teilzeitbeschäftigte erhalten diesen Betrag anteilig ihrer Wochenarbeitszeit. Voraussetzung dafür ist, dass sie am 1. September dieses Jahres in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis stehen. Die Auszubildenden erhalten mit der Ausbildungsvergütung zum 1. September ebenfalls eine Einmalzahlung. Sie beträgt 200 Euro. Auszubildende des Einstellungsjahrganges 2015, die im September bis Oktober mit ihrer Ausbildung beginnen erhalten diese nicht.

Die Monatsgrundentgelte sowie die Ausbildungsvergütungen steigen zum 1. März nächsten Jahres um zwei Prozent und zum 1. März 2017 um 1,7 Prozent. Die Tabellenwerte der Anlage 3 des Entgelttarifvertrages für die Arbeitnehmer der DHL Home Delivery GmbH zur Richtgröße des variablen Entgeltes steigen bereits zum 1. Januar nächsten Jahres um zwei Prozent und zum 1. Januar 2017 um 1,7 Prozent. Damit erfolgt diese Erhöhung vor der linearen Erhöhung der Entgelttabellen. Der Tarifvertrag ist frühestens zum 31. August 2017 kündbar, die Laufzeit beträgt 29 Monate.

Dass es nach dem Tarifkonflikt in den vergangenen Monaten mit dem zum Postkonzern gehörenden Unternehmen DHL Home Delivery GmbH zu dieser Einigung kam, ist den Warnstreiks und darauf folgenden Streiks der Beschäftigten in den Logistikzentren und Zustellbasen zu verdanken. Nachdem sich in den ersten Verhandlungsrunden nichts bewegte, rief ver.di seine Mitglieder im Unternehmen an mehreren Standorten in Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu Warnstreiks auf. Als auch in der fünften Verhandlung Anfang Juni der Arbeitgeber kein Angebot zum Entgelttarifvertrag vorlegte, brach die ver.di-Verhandlungskommission die Gespräche ergebnislos ab und empfahl der Tarifkommission, das Scheitern der Verhandlungen zu erklären. Dem folgte die Tarifkommission. Um den Druck weiter zu erhöhen, legten die Beschäftigten an mehreren Standorten ihre Arbeit nieder. Damit waren beispielsweise am Standort Bremen die Lieferungen für Amazon und die Paketzustellung betroffen, an den Standorten Stauffenberg und Braunschweig betraf es vor allem Lieferungen für TVShopping-Unternehmen.