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Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit

Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit

Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit im
Briefzentrum Essen. ver.di Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit im Briefzentrum Essen.

11.10.2013 +++ Mit Textil-Aufklebern und Flyern zur Entgeltgleichheit und der Frage: „Wir machen mit. Und Du?“ sorgten ver.di-Frauen und -Männer am 11. Oktober in Betrieben für Aufmerksamkeit.

Am „Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit“ suchten sie das Gespräch am Arbeitsplatz. Das Datum dieses Aktionstages steht, zurückgerechnet vom Jahresende aus, für die Lohnlücke zwischen den weiblichen und den männlichen Beschäftigten. Die
Differenz beträgt in Deutschland 22 Prozent. Somit arbeiten vom 11. Oktober an Frauen quasi unentgeltlich. Das Frauen-Netzwerk des ver.di-Bundesfachbereiches Postdienste, Speditionen und Logistik hatte verabredet, den Tag der Entgeltgleichheit
mit einer Werbeaktion zu verbinden und Material dazu vorzubereitet. Argumente zur Frage: „Was habe ich als Frau davon, ver.di-Mitglied zu werden?“, liefert dazu ein Flyer. Wie ein Fenster aufgemacht, lädt er zum reinschauen ein. Frauen sollten als Expertinnen ihres Berufs, die gute Tarifverträge, gute Arbeitsbedingungen und gewerkschaftlichen Einfluss auf das Soziale genauso einfordern wie ihre männlichen Kollegen. Die weiblichen Mitglieder im Fachbereich stellen einen Anteil von 42 Prozent. Es gibt also noch Reserven. Auch mit Blick auf die bevorstehenden Betriebsratswahlen, wo Frauenquoten einzuhalten sind. Doch
sie müssen selbst aktiv werden, auch damit für die „Familienphase“ noch bessere Voraussetzungen geschaffen werden.
Zudem dürfen Mini-Jobs oder Teilzeitbeschäftigung kein unüberwindliches Los für Frauen sein.