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Tarifabschluss bei DHL Hub Leipzig

Tarifabschluss bei DHL Hub Leipzig

Mitarbeiterin am DHL Hub Leipzig 

Deutsche Post DHL Mitarbeiterin am DHL Hub Leipzig

3.2.2016 +++ Die Wochenarbeitszeit für die Beschäftigten bei der DHL Hub Leipzig GmbH wird bei vollem Lohnausgleich auf 38,5 Stunden reduziert. Sie erhalten Einmalzahlungen von insgesamt 1500 Euro und das leistungsbezogene variable Entgelt wird in eine Jahressonderzahlung umgewandelt.

Die Beschäftigten bei der DHL Hub Leipzig GmbH arbeiten überwiegend in Teilzeit, zumeist zwischen 22 bis 37,5 Stunden pro Woche. Ihre tarifliche Wochenarbeitszeit betrug bisher 40 Stunden und lag damit deutlich über dem gesamtdeutschen Durchschnitt und über der in anderen Unternehmen des Konzerns in der Regel vereinbarten 38,5 Stunden. Vor diesem Hintergrund war es erforderlich, die tarifliche Wochenarbeitszeit von 40 Stunden abzusenken und so an die Wochenarbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten anzunähern.  In der sechsten Runde der Tarifverhandlung konnte am 1. und 2. Februar folgendes Paket vereinbart werden: 

Wochenarbeitszeit

Geregelt ist die Wochenarbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten bei der DHL Hub Leipzig GmbH individuell in ihren Arbeitsverträgen. Durch eine Absenkung der tariflichen Arbeitszeit wird ihre individuelle Arbeitszeit nicht berührt. Das Arbeitsentgelt für eine Arbeitsstunde steigt hingegen durch eine Verkürzung der tariflichen Arbeitszeit an.

Die tarifliche Wochenarbeitszeit reduziert sich zum 1. Oktober dieses Jahres auf 39 Stunden und weiter zum 1. Januar 2018 auf 38,5 Stunden. Durch diese Verkürzung bei vollem Lohnausgleich steigen die Monatsgrundentgelte der Teilzeitbeschäftigten um insgesamt 3,9 Prozent.

Von der Verkürzung der tariflichen Arbeitszeit um 1,5 Stunden in der Woche bei vollem Lohnausgleich partizipieren ebenso die Vollzeitbeschäftigten, denn die Verkürzung bedeutet für sie eine Entlastung bei ihrer körperlich anstrengenden Arbeit, die geprägt ist von Schicht- beziehungsweise Nachtarbeit, zunehmender Produktivität und hohem Zeitdruck. Für die Auszubildenden gilt die Verkürzung der Wochenarbeitszeit analog.   

Einmalzahlung und Vergütung der Auszubildenden

Die Beschäftigten erhalten Einmalzahlungen von insgesamt 1500 Euro; 600 Euro im März 2017, 400 Euro im März 2018 und 500 Euro im Juli 2018. Die Teilzeitbeschäftigten erhalten diese anteilig ihrer arbeitsvertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeit. Mit den Einmalzahlungen werden die Entgelttabellen bis zum 31. Dezember 2018 verlängert, bislang waren sie zum 30. September 2016 kündbar. Die letzte Entgelterhöhung für die Beschäftigten beim DHL Hub Leipzig um 4,3 Prozent erfolgte im Dezember 2015, im Jahr zuvor stieg ihr Entgelt um 4,7 Prozent und um 4,5 Prozent im Jahr 2013.

Die Vergütung für die Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr steigt zum 1. Oktober 2016 von monatlich 693,44 Euro auf 720 Euro, im zweiten von 748,04 Euro  auf 770 Euro und im dritten von 802,64 Euro auf 820 Euro. Das Volumen aus der Verkürzung der Ausbildungszeit und der Erhöhung der Ausbildungsvergütung beträgt je nach Ausbildungsjahr zwischen sechs Prozent und 7,7 Prozent. 

Umwandlung des leistungsbezogenen variablen Entgelts in eine Jahressonderzahlung

Für die Beschäftigten der Entgeltgruppen 1 bis 4 wird das leistungsbezogene variable Entgelt in eine Jahressonderzahlung umgewandelt. Ihre Höhe entspricht der bisherigen Höhe der Richtgröße für das variable Entgelt. Gleichzeitig entfällt die Leistungsbeurteilung. Die Jahressonderzahlung wird erstmals im November 2016 zur Auszahlung gebracht und dann jeweils im November des folgenden Jahres. Für die Beschäftigten der Entgeltgruppen 1 bis 4 wird das leistungsbezogene variable Entgelt für das Beurteilungsjahr 2015 letztmalig im April 2016 gezahlt. Für die Beschäftigten, die in die Entgeltgruppen 5 und 6 eingruppiert sind, bleiben die bisherigen Regelungen zum leistungsbezogenen variablen Entgelt unverändert.

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