Nachrichten

Chronik zum Tarifkonflikt mit der Deutschen Post AG

Chronik zum Tarifkonflikt mit der Deutschen Post AG

5.7.2015

  • Tarifkonflikt bei der Deutschen Post gelöst und ein umfassendes Sicherungspaket für Beschäftigte geschnürt

    ver.di und der Arbeitgeber haben ein umfassendes Paket aus Schutz- und Entgeltregelungen geschnürt, das für die knapp 140 000 Tarifangestellten für Sicherheit und Perspektive sorgt. „Wir sind mit dem Abschluss sehr zufrieden. Er trägt der Erwartung der Beschäftigten nach Sicherheit in hohem Maße Rechnung. Das wäre ohne den Einsatz der Streikenden nicht möglich gewesen“, sagte ver.di-Vize und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Der unbefristete Streik wird in der Nacht von Montag auf Dienstag, 0 Uhr, beendet.

    Der Kompromiss, der in der 7. Verhandlungsrunde nach dreitägigen Verhandlungen erzielt wurde, sieht einen Schutz für alle Beschäftigten vor betriebsbedingten Kündigungen und Änderungskündigungen vor und gilt weitere vier Jahre bis Ende 2019. Zudem wird die Fremdvergabe in der Brief- und Verbundzustellung bis zum 31. Dezember 2018 ausgeschlossen. Auch bleibt der Fahrdienst mindestens bis zu diesem Datum erhalten. Der Abschluss sieht darüber hinaus eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro zum 1. Oktober 2015 sowie tabellenwirksame Erhöhungen der Entgelte zum 1. Oktober 2016 um 2 Prozent sowie zum 1. Oktober 2017 um 1,7 Prozent vor. Für Auszubildende und Studierende an Berufsakademien wurden ebenfalls ein Einmalbetrag und entsprechende lineare Erhöhungen vereinbart. Die Auszubildenden des Prüfungsjahrgangs 2015 erhalten unbefristete Arbeitsverhältnisse in Vollzeit. Einen Eingriff in das bestehende Entgeltsystem wird es nicht geben. Die Wochenarbeitszeit bleibt bei 38,5 Stunden. Es sei nicht gelungen, die Post AG von einer Rücknahme der DHL Delivery GmbHs zu überzeugen. „Aber es ist uns gelungen, die verbleibenden Paketzusteller in der Deutschen Post AG dauerhaft abzusichern. Das ist für die Betroffenen von großer Wichtigkeit“, betonte Kocsis. So verbleiben die derzeit rund 7650 Paketzusteller im Wege einer individualrechtlichen Absicherung dauerhaft bei der Deutschen Post. Außerdem erhalten Beschäftigte, die zum Stichtag 1. Juli 2015 länger als 24 Monate ununterbrochen befristet eingestellt waren, bei Eignung ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei der Deutschen Post AG.
    Pressemitteilung vom 5.7.2015, Flugblatt, Flyer Übersicht zum Tarifergebnis (PDF), (E-Paper),
    Interview mit der ver.di-Vize und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis zum Tarifabschluss
Postbeschäftigte in Bremen fordern Schutz und Sicherheit von ihrem Arbeitgeber ver.di Postbeschäftigte in Bremen fordern Schutz und Sicherheit von ihrem Arbeitgeber

3.7.2015

  • Im Tarifkonflikt um die Arbeits- und Einkommensbedingungen für die rund 140 000 Tarifkräfte der Deutschen Post AG nehmen die Tarifvertragsparteien die Verhandlungen in Bad Neuenahr wieder auf.
Demo der Nationen rund um die Niederlassung Brief Nürnberg mit mehr als 1000 Teilnehmern ver.di Demo der Nationen rund um die Niederlassung Brief Nürnberg mit mehr als 1000 Teilnehmern
  • In den Regionen Aachen und Düsseldorf kommen rund 800 streikende Postbeschäftigte zusammen, um ein klares Signal an den Arbeitgeber zu senden, sich endlich zu bewegen. Sie demonstrieren durch die Aachener Innenstadt zu ihrer Kundgebung vor dem Rathaus. In Düsseldorf sind rund 500 Streikende auf dem Burgplatz zusammen gekommen.
    Pressemitteilung vom 1.7.2015
  • Der Oberbürgermeister von Frankfurt a. Main Peter Feldmann besucht die streikenden Postbeschäftigten. Sie schildern dem Oberbürgermeister ihre Situation. Zurzeit erleben die Streikenden, wie ihr Unternehmen das Streikrecht aushöhlt, indem es beispielsweise Streikbrecher einsetzt und Sonntags arbeiten lässt.
    Pressemitteilung vom 1.7.2015
Streikende Postbeschäftigte auf dem Weg zum Bundestag ver.di Streikende Postbeschäftigte auf dem Weg zum Bundestag

2.7.2015

  • Menschenkette um den Bundestag: Unter dem Motto „Es ist Fünf vor Zwölf -Die Politik in die Verantwortung nehmen!“ werden circa 3 000 Streikende der Deutschen Post AG und Beschäftigte der Charité gemeinsam demonstrieren. Beide Beschäftigtengruppen sehen den Bund in der politischen Verantwortung für die Gewährleistung einer optimalen Versorgung der Bevölkerung sowohl im Gesundheits- wie auch im Postwesen und ebenso für die Gewährleistung sozialverträglicher und zumutbarer Arbeitsbedingungen in diesen Bereichen.
    Pressemitteilung vom 1.7.2015
  • Das Arbeitsgericht Bonn hat den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den von der Post AG verfügten Einsatz von Beamten als Streikbrecher wegen der nicht hinreichend gesicherten Rechtslage der vorgelegten Fälle abgelehnt. Ein zuvor beiden Parteien vom Gericht vorgelegter Vergleich, der unter anderem einen Verzicht auf Streikbrechereinsätze von Beamten bis September 2015 vorgesehen hätte, war von der Deutschen Post abgelehnt worden. „Der vom Gericht vorgeschlagene Vergleich hätte für Rechtssicherheit im Betrieb gesorgt. Dass die Deutsche Post dies abgelehnt hat, ist sehr bedauerlich“, sagt die ver.di-Vize Andrea Kocsis. ver.di werde weitere Rechtsmittel prüfen.

    Unterdessen ist der Streik bei der Deutschen Post AG unvermindert fortgesetzt worden. Auch am Donnerstag befanden sich mehr als 32.000 Tarifbeschäftigte im unbefristeten Arbeitskampf. Dabei kommt es zu erheblichen Rückstaus bei der Bearbeitung und Zustellung von Paketen und Briefen.
    Pressemitteilung vom 2.7.2015
  • Die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung in Schleswig-Holstein Kristin Alheit (SPD) verbietet die Sonntagsarbeit für Schleswig-Holstein. „Ein rechtmäßig ausgetragener Tarifkonflikt darf nicht von Gegenmaßnahmen unter Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz unterlaufen werden“, betont die Ministerin. „Der Schutz der Beschäftigten ist ein hohes Gut. Wir werden darauf bestehen, dass die Sonntagsarbeitsruhe bei der Post eingehalten wird“, sagt Alheit.
    Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung in Schleswig-Holstein
Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid bekundet seine Solidarität mit den Streikenden ver.di-Fototeam Hessen Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid bekundet seine Solidarität mit den Streikenden
  • Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid und SPD-Landeschef stellt sich auf die Seite der streikenden Postbeschäftigten. „Die Beschäftigten der Post haben meine Solidarität“, sagt er auf der Kundgebung von ver.di in Esslingen. Es gehe für sie um gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung. Schmid will gegen die „Tricksereien“ der Deutschen Post AG mit Aushilfskräften einschreiten. Zur Beseitigung von Streikfolgen sei Sonntagsarbeit nicht gestattet, so Schmid. Der Stellvertretender des Landtagspräsidenten von Baden-Württemberg Wolfgang Drechsler kritisiert auf der Kundgebung, dass ein Unternehmen, das zu 21 Prozent in Staatsbesitz ist, sich niemals so gegenüber seinen Beschäftigten benehmen darf. Er appeliert an den Bund, sich aktiv für eine konstruktive Lösung am Verhandlungstisch einzusetzen.
Postbeschäftigte demonstrieren in Ravensburg ver.di Postbeschäftigte demonstrieren in Ravensburg
  • In Ravensburg ziehen rund 300 streikende Brief- und Paketzusteller aus der gesamten Region Bodensee-Oberschwaben zum Marienplatz. Sie fordern von der Deutschen Post AG Schutz und Sicherheit.
  • Streikende Postbeschäftigte übergeben in Leipzig einen Brief an die Chefredaktion der Bild-Zeitung: Die in der gestrigen Ausgabe der Bild-Zeitung veröffentlichte Anzeige der Deutschen Post AG hat die mehr als 200 Streikenden aus der Niederlassung Brief Leipzig und der Betriebsgruppen Leipzig und Chemnitz veranlasst, den Brief zu übergeben, um aus Sicht der Betroffenen die Dinge klar zu stellen.

    „Liebe Post, habt ihr es nach 48 Streiktagen immer noch nicht verstanden? Deutschland schon! Ihr habt den Tarifvertrag zum Ausschluss der Fremdvergabe gebrochen! In eurer Gier zerschlagt ihr ein gesundes und gewinnbringendes Unternehmen! Mit der Auslagerung der Paketzustellung in 49 Tochtergesellschaften habt ihr nicht 6.500 Menschen zusätzlich in Arbeit gebracht. Ihr habt Kolleginnen und Kollegen, die noch vor Wochen Seite an Seite mit uns gearbeitet haben, aus dem Haustarifvertrag der Deutschen Post AG geworfen, in den Logistiktarifvertrag gesteckt und somit keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, sondern diese nur umgelagert. Dagegen wehren wir uns! Und Deutschland hat begriffen, dass diese Auslagerung nur ein erster Schritt gewesen ist.

    Natürlich sind auch wir bereits von den Gründungen der Regionalgesellschaften betroffen. Etliche Zustelltouren in der Paketzustellung wurden uns bereits weggenommen und in diese Töchter ausgelagert! Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ihr auch die Briefzustellung auslagert.

    Im Interesse unserer Kunden und der Deutschen Post AG hoffen wir, das ihr endlich zur Vernunft kommt. Gebt uns unsere Kolleginnen und Kollegen zu-rück! Hört auf, den Haustarifvertrag zu zerschlagen und setzt nicht die Motivation der 140.000 Postmitarbeiter/Innen für ein fragwürdiges Gewinnziel aufs Spiel. So sichern wir die Zukunft unseres Unternehmens!

    Nur so bleiben wir: Die Post für Deutschland.

    Die Streikenden der NL Brief Leipzig Die ver.di Betriebsgruppen Leipzig und Chemnitz.

 

Streikende Postler in Straubing ver.di Streikende Postler in Straubing

1.7.2015

  • Der unbefristete Ausstand bei der Deutschen Post AG wird fortgesetzt. Die Streikbereitschaft der rund 32 000 Beschäftigten des Unternehmens ist ungebrochen. Es kommt zu erheblichem Rückstau in der Bearbeitung und Zustellung von Paketen und Briefen. Auch finden vielerorts Demonstrationen der Streikenden statt.

    Auslöser des schweren Tarifkonfliktes bei der Deutschen Post AG ist der Bruch des Vertrages zum Schutz vor Fremdvergabe
    Pressemitteilung vom 1.7.2015
Aktuelle Stunde Deutscher Bundestag Aktuelle Stunde
  • 114. Sitzung des Bundestages vom 1. Juli 2015, Aktuelle Stunde, TOP ZP 2, 15:40:50 Uhr, Rolle des Bundes beim Tarifkonflikt bei der Deutschen Post AG, auf Verlangen der Fraktion Die Linke.  Opposition und SPD haben die Rolle der Deutschen Post AG im aktuellen Tarifkonflikt im Bundestag hart kritisiert. Sie beklagten die unternehmerische Fehlentscheidungen. Für die Union ist dagegen klar: Die Politik soll sich in Auseinandersetzungen der Tarifparteien nicht einmischen.

    Textarchiv der Bundesregierung, Plenarprotokoll (Seite 61 ff.), (Video 01:07:02)
Streikende Postler in Halle ver.di Streikende Postler in Halle

30.6.2015

  • Im Tarifkonflikt um Arbeits- und Einkommensbedingungen für die rund 140 000 Tarifkräfte der Deutschen Post AG haben sich die Tarifvertragsparteien darauf verständigt, die Verhandlungen am 3. Juli 2015 in Bad Neuenahr aufzunehmen. Die unbefristeten Streiks bei der Deutschen Post AG werden bis zu einer Einigung fortgesetzt. Bundesweit befinden sich heute mehr als 32 000 Beschäftigte des Unternehmens im Ausstand.
    Pressemtteilung vom 30.6.2015
  • Die Deutsche Post AG lässt bei befristet Beschäftigten aus Baden-Württemberg die Arbeitsverträge zum 30. Juni 2015 auslaufen. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Beschäftigte, die an den Streikmaßnahmen von ver.di teilgenommen haben. Damit will die Post AG „offenkundig ein Exempel statuieren“.
    Pressemitteilung vom 30.6.2015
  • Als „Skandal" bezeichnet der DGB das Stellenangebot für Kuriere und Zusteller der Agenturen für Arbeit in Magdeburg und Leipzig. Die Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern sollen 8,20 Euro pro Stunde erhalten. Diesbezüglich fordert der DGB die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) auf, alle Verteilzentren der Post systematisch auf den Einsatz von Leiharbeitern zu kontrollieren. Besonders solle die FKS sich dabei auch die Arbeitsverträge der osteuropäischen Leiharbeitnehmer und Werkvertragsarbeitnehmer anschauen. Die Kontrollen sollen unmittelbar und sofort vorgenommen werden und nicht erst dann, wenn der Streik geendet ist, fordert der DGB.
    Pressemitteilung des DGB
Postbeschäftigte demonstrieren vor dem Regierungspräsidium Darmstadt ver.di-Fototeam Hessen Postbeschäftigte demonstrieren vor dem Regierungspräsidium Darmstadt
  • 700 streikende Postbeschäftigte demonstrieren vor dem Regierungspräsidium Darmstadt. Die staatliche Aufsichtsbehörde für das Arbeitszeitgesetz schaue absichtlich weg, was die Sonntagsarbeit bei der Paket- und Briefzustellung angehe, sagen sie. Das sei ein Eingriff in die Tarifautonomie.
    Pressemitteilung vom 30.6.2015
Kundgebung in München: 3000  Postbeschäftigte aus ganz Bayern sind zur Demonstranten angereist ver.di Kundgebung in München: 3000 Postbeschäftigte aus ganz Bayern sind zur Demonstranten angereist

29.6.2015

  • Im Tarifkonflikt um Arbeits- und Einkommensbedingungen für die Tarifbeschäftigten der Post AG hat ver.di das Unternehmen aufgefordert, die Verhandlungen am 3. Juli fortzusetzen. „Unser Ziel ist es, zu einem tragfähigen Ergebnis zu kommen, das in der Lage ist, den schweren Konflikt im Betrieb zu befrieden. Wir setzen den unbefristeten Arbeitskampf bis zu einer Einigung fort“, sagt die ver.di-Vize und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

    Zu Beginn der vierten Woche des unbefristeten Ausstandes befinden sich bundesweit mehr als 32 000 Beschäftigte des Unternehmens im Dauerstreik. Es gibt bei der Bearbeitung und Zustellung von Briefen und Paketen erheblichen Rückstau.
    Pressemitteilung vom 29.6.2015, Flugblatt
  • Das Vorgehen des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales in Nordrhein-Westfalenzeigt Wirkung. Aufgrund zahlreicher Hinweise auf unzulässige Sonntagsarbeit bei der Zustellung von Briefen und Paketen hatte Minister Guntram Schneider die Bezirksregierungen gebeten, für eine Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes in den Niederlassungen der Deutschen Post AG und den DHL Delivery GmbH zu sorgen. Denn das Arbeitszeitgesetz verbiete grundsätzlich die Sonntagsarbeit. Ausnahmen für die Beförderung von Sendungen könne es geben, nicht jedoch für die Abarbeitung von Streikfolgen. Diese könne grundsätzlich auch an Werktagen erfolgen.

    Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales in Nordrhein-Westfalen vom 29.6.2015

  • Die Demonstrationen gehen weiter. In München ziehen 3000 Postbeschäftigte vom Briefzentrum in der Arnulfstraße zur Parteizentrale der CSU in der Nymphenburger Straße. Aus ganz Bayern sind die Demonstranten angereist. Und ihr Protest kam bei der CSU an. Generalsekretär Andreas Scheuer sagt zu ihnen, dass er das Anliegen der Arbeitnehmer „sehr ernst“ nehme. Ihm wird eine Pedition gegen die Sonntags-Zustellung überreicht. In der Petition an den Bayerischen Landtag „Damit a Ruah is“ heisst es, der Schutz der Sonntagsruhe werde von der bayerischen Staatsregierung und den Parteien gerne in den Mittelpunkt gestellt. „In der Praxis erleben wir dagegen ständig, wie die Sonntagsruhe durch Ausnahmegenehmigungen immer weiter ausgehöhlt wird – zu Lasten des religiösen und gesellschaftlichen Zusammenhalts unserer Gesellschaft." Zuletzt habe das bayerische Arbeitsministerium die Sonntagszustellung von Paketen für unbedenklich erklärt und damit „nebenbei“ in einen Tarifkonflikt eingegriffen. „Wir fordern deshalb die Abgeordneten des bayerischen Landtags auf, unmissverständlich und nachhaltig wieder für den besonderen Schutz der Sonntagsruhe zu sorgen, die Gewerbeaufsichtsämter zu einer restriktiven Genehmigungspraxis anzuhalten, den Wildwuchs bei den Ausnahmegenehmigungen zu beenden und Verstöße gegen die Sonntagsruhe rigoros zu ahnden. „Damit a Ruah is‘“ – und damit Bayern lebenswert bleibt."

  • Die streikenden Beschäftigten erhalten weitere politische Unterstützung. Der Vorsitzende der Christlich-Sozialen Arbeitnehmerschaft (CSA), Joachim Unterländer, hat sich an den aus dem Bundesfinanzministerium entsandten Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat der Deutschen Post AG gewandt. Er kritisiert  „den Bruch des Vertrages zum Schutz vor Fremdvergabe durch den Aufbau von 49 Regionalgesellschaften“ und bittet den Bundesvertreter darum „gegen diesen Weg einer Geschäftspolitik“ zu intervenieren. Zuvor haben sich die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) und die SPD mit den Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft solidarisch erklärt und das Unternehmen aufgefordert, eine tragfähige Lösung zu finden.
  • Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) erklärt ihre Solidarität mit den Beschäftigten der Deutschen Post AG und der DHL Delivery GmbHs.
    Solidaritätserklärung des KAB
Über drei Wochen streiken viele  Postbeschäftigte. Allein in Bayern findet in knapp der Hälfte der rund 550 Zustellstützpunkte die Postzustellung nur sehr eingeschränkt oder gar nicht statt. ver.di Über drei Wochen streiken viele Postbeschäftigte. Allein in Bayern findet in knapp der Hälfte der rund 550 Zustellstützpunkte die Postzustellung nur sehr eingeschränkt oder gar nicht statt.

27.6.2015

  • ver.di hält den Druck im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post AG mit unbefristetem Streik aufrecht und fordert, dass das Streikrecht durch Sonntagsarbeit nicht ausgehöhlt werden darf. „Das Grundrecht auf Streik darf nicht durch Missachtung des Sonntagsarbeitsverbotes ausgehöhlt werden“, sagt die ver.di-Vize Andrea Kocsis.

26.6.2015

  • ver.di begrüßt die Rückendeckung aus der Politik in der Auseinandersetzung um die Arbeits- und Einkommensbedingungen der 140 000 Tarifkräfte bei der Deutschen Post AG. „Die Politik steht an der Seite der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft. Das ist ein wichtiges Signal und zeigt, dass es die Erwartung an den Vorstand gibt, den Konflikt mit uns und nicht gegen uns zu lösen“, sagt die ver.di-Vize Andrea Kocsis.

  • Bundesweit befinden sich 32 500 Beschäftigte der Deutschen Post im unbefristeten Arbeitskampf. Dadurch kommt es bei der Bearbeitung und Zustellung von Briefen und Paketen bundesweit zu erheblichen Rückstaus.
    Pressemitteilung vom 26.6.2015
Flashmob in Berlin Lutz Kämmerer Flashmob in Berlin
  • Es finden weitere Demonstrationen der Postbeschäftigten statt, wie in Lübeck, Kiel, Hamburg, Karlsruhe, Ulm, Göppingen, Mannheim, Frankfurt am Main und ein Flashmob in Berlin. Spontan kam in Lübeck der SPD-Parteivorsitzende und Stellvertreter der Bundeskanzlerin sowie Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel zu den streikenden Postbeschäftigten.
    (Video 03:00)
Michel Muller von der CGT spricht zu streikenden Postbeschäftigten des Briefzentrums Freiburg ver.di Michel Muller von der CGT spricht zu streikenden Postbeschäftigten des Briefzentrums Freiburg
  • In der Tarifauseinandersetzung zwischen ver.di und der Deutschen Post AG erhalten die Streikenden täglich weitere Solidaritätsadressen. Zu den Kundgebungen kommen auch Gewerkschafter aus Nachbarländern. So sprach Michel Muller von der Confédération générale du travail (CGT) im Elsass zu den streikenden Postbeschäftigten des Briefzentrums Freiburg.

25.6.2015

  • ver.di setzt den unbefristeten Ausstand  im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post AG fort. Bundesweit sind mehr als 32 000 Beschäftigte im Dauerstreik. In der Bearbeitung und Zustellung von Briefen und Paketen kommt es daher bundesweit zu erheblichen Rückstaus. Nachdem auch der Bereich der Internationalen Post in den Ausstand einbezogen wurde, verzögern sich auch die Postsendungen von und nach Deutschland.

    „Wir wollen eine Lösung, die alle Aspekte umfasst“, sagt die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. Das Verhalten der Deutschen Post AG löse bei Mitarbeitern und Kunden zunehmend Irritationen aus. Der Öffentlichkeit zu suggerieren, mögliche Streikfolgen angeblich im Griff zu haben, sei keine Antwort auf den Ausstand der Belegschaft. „Die Post muss begreifen, dass es nicht darum geht, eine Schlacht zu schlagen, sondern einen Tarifkonflikt zu lösen.“
    Pressemitteilung vom 25.6.2015
  • Aktuelle Stunde im hessischen Landtag zum Poststreik auf Antrag der Linken-Fraktion. Sie fordert Solidarität mit den Streikenden bei der Deutschen Post AG und keine Genehmigung von Sonntagsarbeit durch das Land Hessen. Wolfgang Decker (SPD) sagt: Die Sozialdemokraten wenden sich gegen die Tarifflucht der Post AG. Er fordert den Vorstand auf, mit der Gewerkschaft in Verhandlungen zu treten.
    mehr in hr-online
Kundgebung in Dresden: Wirtschaftsminister Martin Dulig spricht zu streikenden Postbeschäftgten ver.di Kundgebung in Dresden: Wirtschaftsminister Martin Dulig spricht zu streikenden Postbeschäftgten
  • Bundesweit gehen die Kundgebungen und Demonstrationen der Postbeschäftigten weiter; in  Rostock,Tübingen, Offenburg und Dresden. Auf der Kundgebung in Dresden spricht der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) zu den Streikenden.

  • Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) unterstützt den Streik der Paketzustellerinnen und Paketzusteller bei der Deutschen Post AG und veröffentlicht eine Erklärung. Der Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann erklärt: „Ich verstehe gut, dass die Beschäftigten die Abwärtsspirale bei den Arbeitsbedingungen in der Branche stoppen wollen. Die Post DHL trägt als Marktführer und Unternehmen mit Staatsbeteiligung dafür besondere Verantwortung. Es steht ihr nicht gut zu Gesicht, über Auslagerung von Beschäftigten einen Tarifvertrag auszuhebeln, um Lohnkosten zu sparen. Der Verweis auf schlechtere Löhne bei Wettbewerbern reicht mir nicht: Schließlich hat DHL den Marktanteil in den vergangenen Jahren sogar ausgebaut.

    Erklärung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft
WDR berichtet über Leiharbeiter der Deutschen Post AG WDR WDR berichtet über Leiharbeiter der Deutschen Post AG

24.4.2015

  • ver.di stellt vor dem Arbeitsgericht Bonn erneut einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Post AG wegen des unzulässigen Einsatzes von Beamten. „Das Urteil des Arbeitsgerichtes vom 26. Mai 2015 hat für Rechtsklarheit gesorgt. Die Deutsche Post AG allerdings ignoriert die entsprechenden Vorgaben und setzt Beamte, die einem Einsatz widersprechen, auf bestreikten Arbeitsplätzen ein“, sagt die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis.

  • Am heutigen Tag sind bundesweit rund 32 000 Tarifkräfte der Deutschen Post AG im Streik. Neben der Paket-, Brief- und Verbundzustellung sowie den Brief- und Paketzentren wurden auch die Beschäftigten der Internationalen Post in Frankfurt/Main in den Ausstand einbezogen. Die Internationale Seepost in Hamburg befindet sich seit dem 19. Juni im Ausstand.
    Pressemitteilung vom 24.6.2015
Saarbrücken: Symbolische Rückgaben der 49 Delivery GmbHs ver.di Saarbrücken: Symbolische Rückgaben der 49 Delivery GmbHs
  • Über 300 streikende Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Post AG und rund 80 Kolleginnen und Kollegen vom Handel, die sich in der Tarifauseinandersetzung über mehr Entgelt im Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz befinden, geben auf der Kundgebung symbolisch die 49 Delivery GmbHs an den Absender zurück.
SPD-Vize Manuela Schwesig auf einer Streikkundgebung der Postbeschäftigten in Berlin. Lutz Kämmerer SPD-Vize Manuela Schwesig auf einer Streikkundgebung der Postbeschäftigten in Berlin

23.6.2015

  • ver.di weitet den unbefristeten Arbeitskampf um die Arbeits- und Einkommensbedingungen der rund 140 000 Tarifbeschäftigten bei der Deutschen Post AG aus. Heute sind bundesweit rund 31 000 Beschäftigte in der Paket- und Verbundzustellung sowie Briefzustellung und in den Sortierzentren für Briefe und Pakete im Ausstand. „Durch den Vertragsbruch haben die Beschäftigten das Vertrauen in ihren Arbeitgeber verloren. Das ist ein großes Problem. Die Post muss diesen Konflikt mit und nicht gegen die Beschäftigten lösen. Daher brauchen wir eine Einigung am Verhandlungstisch, die alle Aspekte umfasst“, sagt die ver.di-Vize und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.
    Pressemitteilung vom 23.6.2015
RBB berichtet über die Streiks in der Region rbb RBB berichtet über die Streiks in der Region
  • Auf einer Streikkundgebung in Berlin sagt die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig, „wenn wir das Gefühl haben, dass man aus guten Tarifverträgen aussteigt und Tarifflucht begeht, dann ist es Zeit, dass wir uns einmischen“. Die Politik sei bei der Post oft eingesprungen und habe ihre Situation gestärkt. Daher habe sie nun einen Anspruch darauf, dass sich der Vorstand an Regeln halte und auf faire Arbeitsbedingungen schaue.

    Der RBB berichtet in seiner Abendschau darüber und über die Streiks der Postbeschäftgten in der Region.
    (Video 02:49)
  • Beate Müller-Gemmeke (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied im Deutschen Bundestag und Sprecherin für Arbeitnehmerrechte erklärt zum Vorgehen des Vorstands der Deutschen Post AG im aktuellen Tarifkonflikt: „Die Deutsche Post AG begeht im aktuellen Tarifkonflikt ein Foul nach dem anderen. Sie verlagert die Paketzustellung in Regionalgesellschaften und flüchtet damit von einem guten in einen schlechteren Tarifvertrag. Mit fragwürdigen Methoden versucht sie, den aktuellen Streik zu neutralisieren, indem sie Beamte und Leiharbeitskräfte in bestreikten Betrieben einsetzt und indem sie die Beschäftigten rechtswidrig am Sonntag arbeiten lässt. Das ist nicht akzeptabel, denn so wird die Sozialpartnerschaft aufgekündigt. Die Deutsche Post AG hat jeglichen Anstand verloren. Deshalb muss die Bunderegierung im Aufsichtsrat dem Vorstand endlich die rote Karte zeigen. Denn sie ist immerhin mit knapp 25 Prozent an der Deutschen Post AG beteiligt. “
    Zur Pressemitteilung von Beate Müller-Gemmeke

 

Solidarische Grüße von Kolleginnen und Kollegen des Sozial- und Erziehungsdienstes ver.di Solidarische Grüße von Kolleginnen und Kollegen des Sozial- und Erziehungsdienstes
  • In der Tarifauseinandersetzung zwischen ver.di und der Deutschen Post AG erhalten die Kolleginnen und Kollegen des Unternehmens Unterstützung von Gewerkschaften aus vielen Ländern Europas, Asiens, Afrikas und Amerikas. Täglich gehen viele E-Mail dazu ein und Solidaritätsadressen. Auch in Deutschland stehen die Kolleginnen und Kollegen aus anderen Betrieben und Fachbereichen an der Seite der Streikenden bei der Deutschen Post AG. „Es kann nicht angehen, dass der Arbeitgeber mittels Auslagerung an Regionalgesellschaften tarifliche Errungenschaften und Vereinbarungen untergräbt und Löhne drückt“, schreiben uns die Kolleginnen und Kollegen von DPD. „Wir unterstützen Euch in Eurem Kampf für Schutz und Sicherheit und gegen einen Arbeitgeber, der Verträge bricht, um kurzfristig Profite zu maximieren.Wir fordern den Vorstand der Deutschen Post AG auf, seiner tarifpolitischen Verantwortung nachzukommen! Wir stehen an Eurer Seite, wenn Euer Arbeitgeber versucht, die demokratischen Rechte der Beschäftigten und ihrer Interessenvertretungen zu unterlaufen“, schreibt der Gewerkschaftsrat von ver.di. Solidarische Grüße erhalten die streikenden Postbeschäftigten von rund 300 Kolleginnen und Kollegen des Sozial- und Erziehungsdienstes aus den Landkreisen Cuxhaven, Osterholz, Rotenburg und Stade aus ihrer Streikversammlung.

22.6.2015

  • Bundesweit befinden sich rund 30 000 Tarifkräfte aus der Zustellung und den Brief- und Paketzentren im Dauerstreik.

  • Das Verhalten des Vorstandes der Deutschen Post AG in dieser Tarifauseinandersetzung sei beispiellos, sagt die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. „Mit der betriebsintern angeordneten Sonntagszustellung und dem flächendeckenden Einsatz von Werkverträgen unterläuft der Vorstand der Deutschen Post AG das grundgesetzlich garantierte Streikrecht und treibt einen Keil in die Belegschaft." Die Beschäftigten erwarten, dass sich ihr Arbeitgeber auf sie zubewege, meint Kocsis und weiter: „Wir brauchen einen tragfähigen Kompromiss, der alle Aspekte umfasst und in der Lage ist, den schweren Konflikt zu  befrieden“. Auch der SPD-Parteikonvent hatte sich am vergangenen Samstag solidarisch mit den Streikenden erklärt und die Deutsche Post AG aufgefordert, mit ver.di über „eine konstruktive Lösung des Konfliktes im Haustarifvertrag zu verhandeln“.
    Pressemitteilung vom 22.6.2015
Streikgottesdienst in Nürnberg ver.di Streikgottesdienst in Nürnberg

21.6.2015

  • Während die Deutsche Post AG am heutigen Sonntag tausende Menschen, vor allem von den DHL Delivery GmbHs und aus dem Speditionsbereich einsetzt, um die durch den Streik liegen gebliebenen Postsendungen zuzustellen, fand in Nürnberg ein Streikgottesdienst statt. Diakon Kurt Reinelt sagt in seiner Ansprache, Angst bereite die Verlagerung von Arbeit in die GmbHs, Angst mache der heutige Sonntagseinsatz, Angst mache Unsicherheit und Angst sei nie eine gute Geschäftspolitik. Outsourcing sei auch eine Flucht. Flucht löse immer Probleme aus. Er hoffe, dass man schnell wieder zu anderen Umgangsformen finde, so wie es jetzt sei, sei es nicht gut und er glaube, auch Postvorstände hätten kein Herz aus Stein. Die Hoffnung solle man nie aufgeben. Die Bevölkerung brauche schnell wieder einen guten Service und eine gute Post und die Beschäftigten brauchen eine faire Behandlung. Deshalb sei Insourcing angesagt. Reinelt wünschte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern  Kraft, Mut, Ausdauer.
WDR berichtet über Sonntagsarbeit bei der Post AG WDR WDR berichtet über Sonntagsarbeit bei der Post AG

20.6.2015

  • In der Tarifauseinandersetzung um Einkommensbedingungen und Arbeitszeit der rund 140 000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG hat ver.di mittlerweile mehr als 25 000 Tarifkräfte in den Briefverteilzentren, der Paket-, Verbund- und Briefzustellung und den Paketverteilzentren in den Ausstand gerufen.
    Pressemitteilung vom 20.6.2015
  • Der Parteikonvent der SPD erklärt sich solidarisch mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen bei der Deutschen Post AG und verabschiedet eine Resolution. Der SPD-Parteikonvent wendet sich entschieden gegen die bei der Post AG beabsichtigte Flucht aus tarifvertraglichen Vereinbarungen und der Mitbestimmung und fordert den Vorstand der Deutschen Post AG auf, mit ver.di über eine konstruktive Lösung des Konfliktes im Haustarifvertrag zu verhandeln. Die geltenden Vereinbarungen zum „Ausschluss der Fremdvergabe von Zustellbezirken“ und die Mitbestimmung müssen geachtet werden. Weiter fordert der Konvent den Vorstand der Deutschen Post AG auf, die Nutzung von Werkverträgen und Leiharbeit zum Unterlaufen des Streikrechtes unverzüglich einzustellen.

    Resolution des SPD-Parteikonvent

19.6.2015

  • Bundesweit sind mehr als 25 000 Beschäftigte des Unternehmens im Ausstand, schwerpunktmäßig in der Paket- und Verbundzustellung (Briefe und Pakete) sowie der Briefzustellung, außerdem in den Brief- und Paketzentren.
  • Nach einer Analyse von ver.di versucht die Deutsche Post AG inzwischen, den Streikfolgen mit genau jenen Maßnahmen zu begegnen, denen nach dem Willen der großen Koalition Einhalt geboten werden muss, da sie das grundgesetzlich garantierte Streikrecht unterlaufen. Nach einer Erhebung von ver.di sind in den Betriebsstätten der Deutschen Post AG derzeit fast 70 Zeitarbeitsfirmen tätig. Die Mitgliedsfirmen der beiden Branchenverbände iGZ (Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.) und BAP (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister) würden sich in der Regel an die mit dem DGB abgeschlossene sogenannte „Streikklausel“ halten und sich im Streikfall zurückziehen. Dies habe in der Folge dazu geführt, dass die Deutsche Post AG zunehmend mit Werkverträgen arbeite. So gibt es mit der DHL Sorting GmbH eine eigene Konzerntochter, die als Werkvertragsunternehmen auftritt und sich ihrerseits wiederum Verleihfirmen bedient. Auch sind weitere zwölf Werkvertragsunternehmen bekannt, die vornehmlich in den Paketzentren eingesetzt werden. Insgesamt arbeiten nach Kenntnis von ver.di mindestens 1 000 Beschäftigte über Werkvertragskonstruktionen in den Verteilzentren. In vielen Zustellbezirken geht die Deutsche Post AG inzwischen dazu über, Beschäftigte aus den neu gegründeten DHL Delivery GmbHs auf die von den Beschäftigten der Deutschen Post AG bestreikten Arbeitsplätze zu setzen und die bei den DHL Delivery GmbHs dadurch nicht besetzten Zustellbezirke mit Leiharbeitnehmern bedienen zu lassen.
    Pressemitteilung vom 19.6.2015
  • Das Studierendenparlament der Universität Hamburg solidarisiert sich mit den Streikenden bei der Post. Sie verurteilen die „Versuche der Post, Studierende als StreikbrecherInnen anzuwerben.Hier solle die politisch gewollte und hervorgebrachte soziale prekäre Lage von Studierenden ausgenutzt werden, um die sozialen Bedingungen bei den Postbeschäftigten zu verschlechtern, sagen die Studierenden. „Das ist zynisch und machen wir nicht mit. Wir rufen alle Studierenden auf, sich diesem unmoralischen Angebot zu verweigern und die Streikenden bei der Post solidarisch zu unterstützen.

    Beschluss des Studierendenparlamentes

Kundgebung in Bonn Jürgen Seidel Kundgebung in Bonn

18.6.2015

  • Rund 4500 streikende Postbeschäftigte haben sich zu einer Kundgebung vor der Zentrale der Deutschen Post AG  versammelt. Redner sind ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske und ver.di-Vize und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Bsirske fordert das Unternehmen zum Einlenken auf. Man könne ein Unternehmen nicht dauerhaft gegen die Beschäftigten führen: „Der Konfrontationskurs des Vorstands geht zulasten des Unternehmens“, sagt er vor den Streikenden. Ein Kompromiss müsse beiden Seiten eine gute Zukunft bieten – den Beschäftigten und dem Unternehmen.

  • Bundesweit finden weitere Demonstrationen der Postbeschäftigten statt, wie in Kiel.
  • Unterdessen ist der unbefristete Streik auch am Donnerstag ausgeweitet worden. Bundesweit befinden sich mehr als 23 000 Beschäftigte im Ausstand, vor allem in der Brief-, Paket- und Verbundzustellung (Brief und Paket) sowie den Brief- und Paketzentren. Der Streik wird in den kommenden Tagen schrittweise ausgeweitet.
    Pressemitteilung vom 18.6.2015
Demonstration der Postbeschäftigten in Kiel Ulf Stephan / Arbeiterfotografie Kiel Demonstration der Postbeschäftigten in Kiel
Demonstration in Schwerin ver.di Demonstration in Schwerin

17.6.2015

  • Bundesweit befinden sich mehr als 20.000 Tarifkräfte der Deutschen Post AG im unbefristeten Streik. Davon betroffen sind die Briefverteilzentren sowie die Paket-, Verbund- und Briefzustellung. Überdies seien die Tarifbeschäftigten in sechs Paketverteilzentren in den Ausstand gerufen worden.

  • Berichte, nach denen die Deutsche Post AG mittlerweile auf Beschäftigte von Kunden zugreift, um Briefe und Pakete zu sortieren, machten deutlich, dass das Unternehmen zunehmend befremdlich agiert: „Anstatt viel Energie auf die Bewältigung der täglich zunehmenden Streikfolgen zu verwenden, wäre die Post besser beraten, Verantwortung zu übernehmen und einen tragfähigen Kompromiss zur Lösung des Tarifkonflikts zu entwickeln. Wir haben mit unserem Angebot gezeigt, dass wir kompromissbereit sind. Das erwarten wir auch von der Tarifvertragspartei Deutsche Post AG“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis.
    Pressemitteilung vom 17.6.2015
  • Bundesweit gehen die Demonstrationen der Postbeschäftigten weiter.
Frontal21 ZDF Frontal21
  • Frontal21 berichtet am 16. Juni über die Ausbeuter von der Post und über Dumpinglöhne trotz Milliardengewinn
    „An normalen Tagen stellt die Deutsche Post DHL Group 3,4 Millionen Pakete und Päckchen deutschlandweit zu. Mit einem Marktanteil von 42,3 Prozent ist das Unternehmen der führende Paketdienstleister in Deutschland. Zwei Drittel seines Gesamtgewinns erwirtschaftet der Konzern durch die Paketzustellung - im vergangenen Jahr waren das vor Zins und Steuern knapp über zwei Milliarden Euro. Das sind gute Geschäfte, die auch den Bund freuen. Denn er ist über die KfW-Bank mit 21 Prozent an der Post beteiligt. Doch der Konzern will mehr. Deshalb wurden Anfang dieses Jahres unter dem Dach der DHL Delivery 49 Regionalgesellschaften mit mittlerweile rund 6000 Zustellern gegründet. Doch für sie gilt nicht der Haustarif der Post, sondern die Tarifverträge der Logistikbranche. Und so müssen diese für wesentlich weniger Geld Pakete schleppen als ihre Kollegen - vor allem deshalb, weil sie deutlich niedrigere Sonderzahlungen und Zulagen erhalten. Was laut DHL-Group die Wettbewerbsfähigkeit verbessern soll, ist für die Gewerkschaft ver.di vor allem eines: Lohndumping um bis zu 30 Prozent." Frontal21 über einen Arbeitskampf, der erst am Anfang steht (Video 05:49)...
Beschäftigte der Deutschen Post AG auf dem Weg zu ihrer Kundgebung vor dem Bundesfinanzministerium in Berlin. ver.di Beschäftigte der Deutschen Post AG auf dem Weg zu ihrer Kundgebung vor dem Bundesfinanzministerium in Berlin.

16.6.2015

  • Rund 3000 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, vor allem Beschäftigte der Post AG aus Berlin und Brandenburg demonstrieren vor dem Bundesfinanzministerium in Berlin. ver.di will mit der Kundgebung die Bundesregierung auf ihre Verantwortung für den Erhalt der einheitlichen Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen aufmerksam machen. Eine Gewinnmaximierung durch eine Zerschlagung der Organisationseinheiten bei der Post zur Reduzierung der Einkommen der Beschäftigten kann nicht im Sinne der Bundesregierung und der sie tragenden Parteien sein. Der Bund ist mit 21 Prozent größter Einzelaktionär der Deutschen Post.

  • Auch in Stuttgart senden Postbeschäftigte auf ihrer Kundgebung deutliche Worte an ihren Arbeitgeber Deutsche Post AG mehr im Regio-TV Stuttgart (Video 02:16) und hier geht es zu den Aufzeichnungen der Kundgebung und der Pressekonferenz von ver.di in Stuttgart (Video 22:48)
  • Unterdessen sind die unbefristeten Streiks schrittweise ausgeweitet worden. Demnach befinden sich nunmehr 19 500 Tarifkräfte der Deutschen Post AG im unbefristeten Arbeitskampf – schwerpunktmäßig in den Briefverteilzentren, in der Brief-, Paket- und Verbundzustellung.
    Pressemitteilung vom 16.6.2015
Kundgebung in Hannover ver.di Kundgebung in Hannover

15.6.2015

    • ver.di setzt den unbefristeten Arbeitskampf fort. Am heutigen Tag  wurden weitere rund 1000 Beschäftigte aus dem Bereich der Paket-, Brief- und Verbundzustellung in den Arbeitskampf gerufen. Damit befinden sich bundesweit inzwischen rund 19 000 Beschäftigte im Dauerstreik. „Die unbefristeten Streiks zeigen, dass die Beschäftigten hinter ver.di stehen. Die Deutsche Post AG ist aufgefordert, mit uns einen umfassenden Kompromiss zu schließen, der alle Aspekte umfasst“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.
      Pressemitteilung vom 15.6.2015
  • Auf einer Kundgebung „5 vor 12“ in Hannover nehmen rund 1500 Streikende der Briefniederlassung Bremen, Hamburg-Süd, Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück und Hannover-Pattensen teil. Redner auf der Kundgebung ist auch Bundestags-Vizepräsidentin Edelgard Bulmahn. Sie sagt: „Ich bin heute hier, weil ich eure Forderungen unterstütze und weil ihr Solidarität in schweren Zeiten verdient. Ich will nicht hinnehmen, dass die Deutsche Post AG die Beschäftigten in eine erste und zweite Klasse spaltet. Der Postvorstand darf die Mitbestimmung nicht aushebeln. Deshalb wehrt ihr euch zu Recht gegen das Umgehen von Verträgen. Das nenne ich Unternehmenspolitik nach Gutsherrenart. Der Grundsatz gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss auch bei der Post AG gelten!“ mehr...
  • Auf einer Kundgebung in Frankfurt am Main unterstützt die Frankfurter SPD die Streikenden bei der Deutschen Post AG. SPD-Vorsitzende Mike Josef erklärt: „Das Verhalten des Arbeitgebers in dieser Sache ist vollkommen inakzeptabel. Wir stehen klar hinter den Forderungen der Gewerkschaft. Insbesondere muss die Ausgliederung von Beschäftigten in Tochtergesellschaften und die Umgehung des Haustarifvertrages der Deutschen Post rückgängig gemacht werden. Wir werden diese Verletzung des Grundsatzes ´Gleicher Lohn für gleiche Arbeit´ nicht hinnehmen." Gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Gernot Grumbach, Andrea Ypsilanti und Turgut Yüksel sowie der Bundestagsabgeordneten Ulli Nissen stellte er klar: „Wir erwarten, dass die Bundesregierung als größte Anteilseignerin der Post den notwendigen Druck auf deren Vorstand ausübt und keinen Zweifel daran lässt, dass sie derartige Geschäftspraktiken nicht duldet. Die Kaltschnäuzigkeit, in Zeiten von Rekordgewinnen noch mehr Profit aus den Beschäftigten herauspressen zu wollen, darf am Ende nicht das letzte Wort haben." mehr...
Kundgebung in Frankfurt am Main ver.di-Fototeam Hessen Jürgen Schuster Kundgebung in Frankfurt am Main

13.6.2015

  • ver.di hat weitere Zustellerinnen und Zusteller in den Arbeitskampf gerufen. Jetzt sind 18 000 Tarifkräfte in 83 Briefverteilzentren der Deutschen Post AG im Streik. Der Schwerpunkt liegt in der Paket- und der sogenannten Verbundzustellung, also der gemeinsamen Zustellung von Briefen und Paketen, im ländlichen Raum.

  • In der sechsten Verhandlungsrunde am 2. Juni hatte ver.di mit einem umfassenden Angebot versucht, die Post von einer einvernehmlichen Lösung im Tarifkonflikt zu überzeugen. „Die Deutsche Post AG hat das zurückgewiesen. Aber die Beschäftigten erwarten eine Lösung“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.
    Pressemitteilung vom 13.6.2015
ver.di-Vertrauensleute solidarisch mit den streikenden Beschäftigten der Deutschen Post AG ver.di ver.di-Vertrauensleute solidarisch mit den streikenden Beschäftigten der Deutschen Post AG

12. – 14.6.2015

  • Rund 100 ver.di-Vertrauensleute aus der gesamten Republik treffen sich zu ihrer 7. Bundeskonferenz in Berlin. Sie solidarisieren sich mit den streikenden Beschäftigten der Deutschen Post AG in ihrem Tarifkonflikt.

12.6.2015

  • ver.di hat weitere 1500 Zusteller in den Streik gerufen. Damit befinden sich 17 500 Tarifkräfte der Deutschen Post AG im unbefristeten Arbeitskampf. Seit Montag werden die 83 Briefverteilzentren bestreikt. Zudem werden schrittweise die Zustellerinnen und Zusteller in der Paket- und der Verbundzustellung in den Arbeitskampf gerufen.

  • Ziel des unbefristeten Arbeitskampfes sei es, Bewegung in den nach sechs Verhandlungsrunden festgefahrenen Tarifkonflikt zu bringen. Dazu stellt die ver.di-Vize und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis fest: „Die Deutsche Post AG steckt mehr Energie in das Vertuschen der Streikfolgen als in die Lösung des Konfliktes.“
    Pressemitteilung vom 12.6.2015
Kundgebung von ver.di in Leipzig ver.di Kundgebung von ver.di in Leipzig

11.6.2015

  • ver.di setzt die unbefristeten Streiks bei der Post AG fort. Heute sind weitere 1500 Zusteller in den Dauerstreik getreten. Damit befinden sich bundesweit rund 16 000 ver.di-Mitglieder im Ausstand. Auch fanden weitere regionale Kundgebungen statt, wie in Leipzig.
    Pressemitteilung vom 11.6.2015
#FürNenAppelUndNenEi ZDF/PR #FürNenAppelUndNenEi

#FürNenAppelUndNenEi

  • Das sagt die Heute-Show des ZDF zu dem Thema, wie die Deutsche Post AG ihr Streik-Problem lösen will und nennt die Strategie „die gelb-goldenen Dreckregel" mehr...
Protestzug Postbeschäftigter durch die Freiburger Innenstadt. SWR Protestzug Postbeschäftigter durch die Freiburger Innenstadt.

10.6.2015

  • ver.di hat den unbefristeten Streik bei der Deutschen Post AG ausgeweitet. Bundesweit haben heute rund 6500 Zusteller die Arbeit vor allem die Paketzustellung und die so genannte Verbundzustellung, also die gemeinsame Zustellung von Briefen und Paketen, niedergelegt. Zusammen mit den bereits gestern aufgerufenen Beschäftigten aus den 83 Briefverteilzentren und der Zustellung in Berlin sind damit inzwischen rund 14 500 ver.di-Mitglieder im Dauerstreik. „Die Beschäftigten folgen dem Streikaufruf ihrer Gewerkschaft. Sie erwarten vom Vorstand, dass er willens und in der Lage ist, den Konflikt zu befrieden", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis am Mittwoch. Bundesweit finden
    auch regionale Kundgebungen statt, wie hier in Freiburg. Das SWR Fernsehen in Baden-Württemberg berichtet.

  • ver.di hatte in der vergangenen Woche mit einem umfassenden Angebot versucht, die Post ungeachtet ihres Vertragsbruchs von einer einvernehmlichen Lösung zu überzeugen und vom Konfliktkurs gegen die Beschäftigten abzubringen. Die Deutsche Post AG hatte dieses Angebot nicht angenommen. Für diesen Fall hatte die zuständige ver.di-Konzerntarifkommission das Scheitern der Verhandlungen erklärt.
    Pressemitteilung vom 10.6.2015
Interview Andrea Kocsis im Morgenmagazin des ZDF. ZDF Interview Andrea Kocsis im Morgenmagazin des ZDF.

9.6.2015

  • Dem Morgenmagazin des ZDF sagt die Verhandlungsführerin von verdi Andrea Kocsis:  „Wir wollen Druck auf die Deutsche Post ausüben", Der nun aufgenommene unbefristete Streik der Post-Mitarbeiter sei vorerst die ultima ratio.
    Zur Sendung (Video 03:33)
  • Seit Montag führt ver.di die Mitglieder bei der Post AG schrittweise in den unbefristeten Arbeitskampf. Dabei werden zunächst die Tarifkräfte in den bundesweit 83 Briefverteilzentren in den Ausstand gerufen. In Berlin und punktuell auch in anderen Bundesländern werden seit heute morgen auch Beschäftigte aus der Zustellung in den Ausstand einbezogen. Zusammen mit der Spät-, der Nacht- und der Frühschicht aus den Verteilzentren befinden sich inzwischen bundesweit rund 8000 Beschäftigte im unbefristeten Streik. Der Streik wird in den kommenden Tagen schrittweise ausgeweitet.
    Pressemitteilung vom 9.6.2015
psl, Deutsche Post AG, Deutsche Post DHL, Streik Peter Weiser Streik

8.6.2015

  • ver.di beginnt ab heute Nachmittag schrittweise den unbefristeten Arbeitskampf bei der Deutschen Post AG. „Die Deutsche Post AG hat sich in den bisher sechs Verhandlungsrunden keinen Millimeter in Richtung einer Lösung des Konfliktes bewegt, sondern im Gegenteil ein von uns zur Befriedung vorgelegtes Gesamtangebot ignoriert. Wir müssen den Druck nun massiv erhöhen und rufen die ver.di-Mitglieder bei der Deutschen Post AG ab heute schrittweise in den unbefristeten Arbeitskampf“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.
    Pressemitteilung vom 8.6.2015

4.6.2015

  • Die Deutsche Post AG hat die Erklärungsfrist verstreichen lassen und die Weichen auf Streik gestellt. Wer nach sechs Verhandlungsrunden mit zehn Verhandlungstagen nicht in der Lage ist, sich zu einem tragfähigen Kompromiss zu erklären, der will offenbar keine Lösung am Verhandlungstisch. Auf diese unerträgliche Blockadepolitik gibt es nur eine Antwort: ver.di wird die Mitglieder bei der Deutschen Post AG jetzt schrittweise in den unbefristeten Arbeitskampf führen.
    Pressemitteilung vom 4.6.2015, Flugblatt

3.6.2015

  • In der Tarifauseinandersetzung bei der Deutschen Post AG legt die ver.di-Konzerntarifkommission den weiteren Fahrplan zur Lösung des Konflikts fest. „Wir haben der Deutschen Post AG ein umfassendes Gesamtpaket vorgelegt, das in der Lage ist, den schweren Tarifkonflikt zu befrieden. Die Konzerntarifkommission hat heute beschlossen, dass bei einer Ablehnung des Angebots durch die Deutsche Post AG die Tarifverhandlungen gescheitert sind“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

  • Das vorgelegte Gesamtpaket umfasst dabei eine Rückführung der von der Deutschen Post AG für die Zustellung gegründeten 49 Regionalgesellschaften (DHL Delivery GmbHs) in den Haustarifvertrag der Deutschen Post AG, eine Verlängerung der Schutzregelungen zu Kündigungen und Fremdvergabe, den Verzicht auf eine lineare Einkommenserhöhung in diesem Jahr und eine strukturelle Veränderung der bestehenden Entgelttabelle für alle neu eingestellten Beschäftigten, wonach diese künftig nicht mehr nach zwei, sondern erst nach drei Jahren in die jeweils nächsthöhere Erfahrungsstufe aufsteigen.
    Pressemitteilung vom 3.6.2015

2.6. 2015

  • Im Tarifkonflikt zwischen ver.di und der Deutschen Post AG zu Arbeitszeit und Entgelt für die rund 140 000 Tarifkräfte hat ver.di der Deutschen Post AG in der sechsten Verhandlungsrunde ein umfassendes Tarifangebot unterbreitet und ihr eine Erklärungsfrist zur Annahme bis Donnerstag, 4. Juni 2015, 16 Uhr, eingeräumt.
    Pressemitteilung vom 2.6.2015, Flugblatt

1.6.2015

  • Die sechste Runde der Tarifverhandlung zwischen ver.di und der Deutschen Post AG über die Arbeitszeit der 140.000 Tarifkräfte des Unternehmens findet in Berlin statt. „Der Vorstand der Deutschen Post AG ist aufgefordert, den Konfrontationskurs gegen die eigene Belegschaft zu beenden. Wir brauchen in der anstehenden Verhandlungsrunde ein einigungsfähiges Angebot“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.
    Pressemitteilung vom 31.5.2015