Nachrichten

Jugend ist Chefsache

Jugend ist Chefsache

Thomas Koczelnik, Andrea Kocsis und Carina Brand begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. ver.di Thomas Koczelnik, Andrea Kocsis und Carina Brand begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

26.2.2016 +++ Auf einem Workshop zur Nachwuchsförderung haben Aktive beraten.

„Wir sind ständig damit konfrontiert, dass Leute zu alt werden“, sagte Carina Brand, Vorsitzende des Bundesfachbereichsjugendfachkreises auf dem ver.di-Workshop zur Nachwuchsförderung, der am 24. und 25 Februar in Bonn stattfand. Die Jugendstrukturen in ver.di sind für Mitglieder bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres, wählbar in die Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) ist man bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres. Wird man also aus der Perspektive der Jugend zu alt, ist damit weniger der mögliche geistige oder körperliche Verfall gemeint, sondern es geht vielmehr darum, eine gute Durchlässigkeit in den gewerkschaftlichen und betrieblichen Strukturen für die jüngeren Menschen zu schaffen. 

Was denkt die Jugend? Im Workshop gab es Einblicke in verschiedene Jugend-Studien. ver.di Was denkt die Jugend? Im Workshop gab es Einblicke in verschiedene Jugend-Studien.

Rund 65 Kolleginnen und Kollegen – jung und alt, ehrenamtlich und hauptamtlich – haben auf dem Workshop diskutiert und beraten, wie die Gewerkschaftsarbeit zur Nachwuchsförderung gestaltet werden kann. Der Fachbereich hat funktionierende Jugendstrukturen und die Zahl der jüngeren Mitglieder steigt kontinuierlich an, allein im letzten Jahr um gut 1100 junge Kolleginnen und Kollegen. Insgesamt sind im Fachbereich rund 12 000 Mitglieder organisiert, die jünger als 29 Jahre sind. Aber unser Ziel ist es, hier besser zu werden.

In vier Arbeitsgruppen wurden Ideen zur Werbung und Gewinnung von jungen Mitgliedern gesammelt und beraten. ver.di In vier Arbeitsgruppen wurden Ideen zur Werbung und Gewinnung von jungen Mitgliedern gesammelt und beraten.

Wie können Auszubildende geworben und JAV-Strukturen ausgebaut werden? Wie gelingt der Übergang von der Arbeit in der JAV in die Betriebsratsarbeit? Was sind die spezifischen Interessen der Jugend und wie können sie in der Tarifpolitik und der Arbeit der Betriebsräte eingebracht und umgesetzt werden?  „Jugend ist Chefsache“ – darin waren sich der Vorsitzende des Bundesfachbereichsvorstandes Thomas Koczelnik und die ver.di-Vize Andrea Kocsis zusammen mit den Teilnehmern einig. Der Fachbereich wird seine Kraft weiter in die Werbung von Auszubildenden, von jungen Beschäftigten und in eine gemeinsame, attraktive Arbeit für die Interessen der Beschäftigten stecken.