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Flächentarifvertrag für Baden-Württemberg

Speditionen und Logistik

Flächentarifvertrag für Baden-Württemberg

Beschäftigte der DHL Delivery GmbH in Heilbronn im Warnstreik – genau wie ihre Kollegen in Bietigheim und Köngen, ebenso bei DHL Freight, DPD Geopost, Panalpina, Kühne & Nagel, Gebrüder  Weiss und Wackler. ver.di Beschäftigte der DHL Delivery GmbH in Heilbronn im Warnstreik – genau wie ihre Kollegen in Bietigheim und Köngen, ebenso bei DHL Freight, DPD Geopost, Panalpina, Kühne & Nagel, Gebrüder Weiss und Wackler.

28.4.2016 +++ Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Speditions- und Logistikbranche in Baden-Württemberg sind erfolgreich zu Ende gegangen. Die Beschäftigten erhalten insgesamt 4,7 Prozent mehr Geld.

Der Tarifvertrag über das Entgelt für rund 120 000 Beschäftigte der Branche wurde in der dritten Verhandlungsrunde zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband Speditionen und Logistik in Baden-Württemberg am 28. April abgeschlossen. Alle Gegenforderungen des Arbeitgeberverbandes, wie die Erhöhung der Wochenarbeitszeit und die Streichung des KEP-Zuschlages,  konnten verhindert werden. Im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde beteiligten sich Beschäftigte der DHL Delivery GmbH, DHL Freight GmbH in Öhringen und Renningen, DPD GEOPOST Deutschland GmbH & Co. KG in Heilbronn, Kühne&Nagel, Panalpina, Gebrüder Weiss GmbHin Esslingen und Wackler GmbH in Uhingen an Warnstreikaktionen.

Die Entgelterhöhung für alle Beschäftigten erfolgt in zwei Schritten; im ersten Tarifschritt steigen die Entgelte rückwirkend zum 1. April um zwei Prozent und nochmals um zwei Prozent zum 1. April nächsten Jahres.

Zudem steigt für die Beschäftigten im gewerblichen Bereich die Betriebszugehörigkeitszulage; nach drei Beschäftigungsjahren um monatlich 15 Euro auf insgesamt 55 Euro und nach sechs Beschäftigungsjahren um monatlich 30 Euro auf insgesamt 110 Euro. Das sind in Summe 180 Euro beziehungsweise 360 Euro mehr Entgelt im Jahr.

Die Auszubildenden erhalten insgesamt 50 Euro mehr Ausbildungsvergütung, erstmals zum 1. September dieses Jahres 25 Euro mehr und zum 1. September nächsten Jahres nochmals 25 Euro.

Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate und endet am 31. März 2018.

Der Fachbereichsleiter im Landesbezirk und Verhandlungsführer Arnold Püschel sagte „Mit diesem Tarifabschluss sind wir hochzufrieden. Die Beschäftigten partizipieren damit von den positiven Entwicklungen der Branche. Mit dem Tarifvertrag ist es uns zudem gelungen, die Lücke zwischen kaufmännischen und gewerblichen Beschäftigten in der Betriebszugehörigkeitszulage zu verringern. Das ist ein herausragender Erfolg."