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5 Prozent mehr Entgelt

DHL Automotive in Offenau

5 Prozent mehr Entgelt

Beschäftigte der DHL Automotive GmbH in Offenau im Warnstreik. ver.di Beschäftigte der DHL Automotive GmbH in Offenau im Warnstreik.

4.3.2016 +++ Die Beschäftigten der DHL Automotive in Offenau haben sich die branchenüblichen Tarifstandards in Baden-Württemberg erkämpft.

Die Beschäftigten der DHL Automotive GmbH in Offenau in Baden-Württemberg forderten, nach dem regionalen Flächentarifvertrag für die Speditions- und Logistikbranche bezahlt zu werden. Die rund 220 Beschäftigten, die Autotüren für Audi montieren, erhalten bisher ihr Entgelt nach dem hessischen Flächentarifvertrag; das Vorläuferunternehmen der DHL Automotive GmbH hatte seinen Firmensitz in Hessen.

Da es in den Verhandlungen zwischen dem Arbeitgeber und ver.di zu keiner Annäherung über Schritte hin zu branchenüblichen Tarifstandards in Baden-Württemberg kam, rief ver.di für den 23. Februar zum Warnstreik auf. Dieser verfehlte seine Wirkung nicht. Der Arbeitgeber signalisierte die Wiederaufnahme der Tarifverhandlung. In dieser konnte erreicht werden, dass die Entgelte für die Beschäftigten ab 1. Juni 2016 schrittweise über einen Zeitraum von 48 Monaten hinweg steigen, bis die Entgelte nach dem Tarifvertrag für die Speditions- und Logistikbranche in Baden-Württemberg erreicht sind. Das bedeutet für die Beschäftigten mindestens fünf Prozent mehr Tarifentgelt im Jahr. Ab 1. Juni gelten darüber hinaus alle weiteren Regelungen aus dem Mantel- und Entgelttarifvertrag. „Dieser Abschluss ist ein Riesenerfolg für die Beschäftigten und zeigt, dass Beharrlichkeit und Standhaftigkeit sich am Ende auszahlen. Dies konnte nur durch den Zusammenhalt und die Ausdauer unserer Mitglieder, die auch einer Auseinandersetzung nicht aus dem Weg gegangen sind, erreicht werden“, sagte Verhandlungsführer Arnold Püschel.

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