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Tourenplanung im Straßengüterverkehr

Tourenplanung im Straßengüterverkehr

Brexit-Chaos oder die Auswirkungen der Pandemie – die Lkw-Fahrer*innen müssen hierfür die Konsequenzen tragen. Während dies zu Krisenzeiten sichtbar wird, bleibt zu normalen Zeiten das Meiste im Verborgenen. Denn Planungssicherheit gibt es für Lkw-Fahrer*innen kaum. 

 LVDESIGN – stock.adobe.com Autobahnverkehr

 

Zeit mit der Familie, Gesundheit und Erholung mit dem Berufsalltag zu vereinbaren, war für Lkw-Fahrer*innen schon immer schwierig. Nun ist es für sie nahezu unmöglich, ihre Freizeit zu planen. Von Unternehmensseite werden diese Einschränkungen und Entbehrungen durch die Beschäftigten nahezu als selbstverständlich hingenommen. Auf der anderen Seite sind sie aber sofort alarmiert, wenn es um ihre eigene Planbarkeit und Sicherheit geht, nämlich in Bezug auf ihre Gewinne.

Viele der Probleme sind dabei hausgemacht: Touren werden so geplant, als könnte man mit 80 km/h ohne Bremsvorgänge, Pausen, Staus und Baustellen von A nach B fahren. Auch Wartezeiten an der Rampe bleiben von einigen Disponenten unberücksichtigt.

Bessere Arbeitsbedingungen sind möglich

Ein flächendeckendes digitales Rampen-Management könnte helfen und so den Lkw-Fahrer*innen zusätzliche ungeliebte Wartezeiten und Stress ersparen. Damit die Fahrer*innen nicht länger als zwei Wochen am Stück von Zuhause weg sind, könnten die Spediteure mehr auf Begegnungsverkehr setzen, um den Lkw-Fahrer*innen mehr Planungssicherheit und Freizeit zu ermöglichen. Begegnungsverkehr ist eine vor allem im nationalen Güterverkehr angewendete Form. Hierfür wird von einer Spedition ein Treffpunkt in der Mitte zweier räumlich gegenläufiger Touren abgestimmt, um dort die Ladung zu tauschen. Die Fahrzeuge bringen daraufhin die zweite Hälfte der Tour des anderen Fahrzeuges zu Ende.

Mit diesen Maßnahmen gäbe es mehr Planungssicherheit sowohl für die Beschäftigten als auch für die Unternehmen. 

 

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