Initiative (un)befristet: Postkartenaktion

11.03.2022

Die ver.di-Initiative „(un)befristet“ bei der Deutschen Post AG (DP AG) wird auch in diesem Jahr fortgesetzt, da über 25.000 Beschäftigte in einem Arbeitsverhältnis mit Ablaufdatum stehen. Hier ist ein Paradigmenwechsel dringend geboten.

 
ver.di-Initiative unbefristet

 

Im vergangenen Jahr konnte mit der Initiative ein erster, guter Erfolg verzeichnet werden: Die Arbeitsverträge von über 13.000 Kolleg*innen bei der DP AG wurden entfristet. Diesen Erfolg erzielten die vielen aktiven ver.di-Mitglieder, der Gesamtbetriebsrat und die örtlichen Betriebsräte der DP AG. ver.di behält das Ziel, den Missbrauch von Befristungen mit und ohne Sachgrund zu stoppen, fest im Blick. Deshalb fordert ver.di von der Post deutlich mehr Entfristungen, unbefristete Neueinstellungen und Übernahmen von Nachwuchskräften sowie unbefristete Wochenarbeitszeiterhöhungen.

Diesen Forderungen wird ver.di gemeinsam mit den Beschäftigen und Nachwuchskräften anhand von Postkarten, die an den Personalvorstand der DP AG gerichtet sind, Nachdruck verleihen. Vom 1. März bis 22. April 2022 sammeln dazu die Kolleg*innen auf den Karten Unterschriften. Im Anschluss werden die Karten dann von der stellvertretenden ver.di-Vorsitzenden Andrea Kocsis an Herrn Dr. Ogilvie, Personalvorstand Deutsche Post AG, übergeben.

Gleichwohl wird auch die Politik in die Verantwortung genommen. Dass das Teilzeit- und Befristungsgesetz nur für den öffentlichen Dienst angepackt werden soll, ist falsch. In weitaus mehr Branchen sind Kolleg*innen von prekärer Beschäftigung aufgrund befristeter Arbeitsverhältnisse betroffen. Dass die Zahl der Kettenglieder von Kettenbefristungen begrenzt werden soll, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Bundestagsabgeordnete können auf Postkarten durch ihre Unterschrift von der Deutschen Post AG fordern, hier mit gutem Beispiel voranzugehen.

 

Politiker*innen unterstützen die Forderung von ver.di

Am 3. März 2022 hatte der Bezirksvorsitzende Frankfurt am Main & Region, Tiny Hobbs, zur Postkartenaktion im Rahmen der Initiative (un)befristete in das örtliche Gewerkschaftshaus geladen. Die Politiker*innen der SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke unterstützen die Forderung von ver.di, die Zahl der Befristungen bei der Deutschen Post AG deutlich zu reduzieren. Die unterzeichneten Postkarten werden von ver.di an den Personalvorstand der Post übergeben. Erfahre mehr!

 
Von links nach rechts: Michael Rudolph (Vorsitzender DGB Hessen-Thüringen), Jürgen Bothner (Landesleiter ver.di Hessen), Janine Wissler (Vorsitzende Partei Die Linke), Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (Bündnis 90/ Die Grünen), Armand Zorn (SPD), Tiny Hobbs (Vorsitzender FB E Bezirk FFM & Region), Stefan Schneider (ver.di-Regionalbeauftragter Hessen), Rosa Schwenger (stellv. Geschäftsführerin ver.di Frankfurt am Main und Region), Bernd Mann (BR Vorsitzender Deutsche Post AG Niederlassung Brief Frankfurt/Main), Michelle Hardege (Gewerkschaftssekretärin Fachbereich PSL)



 

 

Bundesarbeitsminister unterzeichnet ver.di-Postkarte

Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, hat am 20. Juni 2022 auf der Konferenz der SPD-Bundestagsfraktion für die Interessenvertretungen der Beschäftigten die Initiative (un)befristet mit seiner Unterschrift unterstützt. Auch der Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Rolf Mützenich, unterzeichnete die ver.di-Postkarte.

 
Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales (SPD)



 

In Kiel wurde der Bundestagsabgeordnete Mathias Stein (SPD) von dem Kieler Betriebsrat eingeladen. Mathias Stein war vor seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter Personalratsvorsitzender bei dem Wasser- und Schifffahrtsamt am Nord-Ostsee-Kanal. Der Kieler Betriebsrat informierte ihn über die aktuelle Situation in der Niederlassung und nahm insbesondere die Thematik der vielen befristeten Kolleg*innen auf.