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Bei der Arbeit mit Corona infiziert – was tun?

Bei der Arbeit mit Corona infiziert – was tun?

Viele Arbeiten lassen sich nicht von zuhause aus erledigen: Briefe und Pakete müssen mit LKWs befördert werden, im Logistikzentrum sortiert und direkt vor Ort zugestellt werden. Hierdurch ergeben sich viele Kontakte, wodurch das Corona-Infektionsrisiko für die Beschäftigten unvermeidlich steigt, auch wenn im Betrieb umfassende Vorkehrungen getroffen werden.

Ich habe mich – vermutlich bei der Arbeit – infiziert. Was tun?

Bislang kann die Erkrankung einen Arbeitsunfall darstellen. Der Arbeitgeber muss diesen Verdacht auf eine Berufskrankheit oder Arbeitsunfall bei der zuständigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse melden. Er ist dazu verpflichtet. Sollte der Arbeitgeber dies versäumen, kannst du dich auch selbst dort melden. Dafür genügt ein formloses Anschreiben: „Ich beantrage die Anerkennung meiner während der Tätigkeit erworbenen Infektion mit Covid-19 als Berufskrankheit.“

Was bringt das?

Die Leistungen durch die Unfallkasse sind weitaus besser als die der Krankenversicherung. Die Unfallkasse greift allerdings nur bei Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen.

ver.di setzt sich deshalb dafür ein, dass Covid-19 als Berufskrankheit anerkannt wird und zwar nicht nur bei medizinischen und pflegerischen Berufen und Tätigkeiten

Handlungshilfe

Informiere auch jetzt deine Kolleg*innen darüber! Von ver.di gibt es dazu eine Handlungshilfe in mehreren Sprachen: Arabisch, Bosnisch, Bulgarisch, Eng­lisch, Polnisch, Rumänisch und Türkisch – und natürlich auch auf Deutsch. Du findest sie hier.