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TNT/FedEx möchte in Deutschland hunderte Beschäftigte entlassen

TNT/FedEx möchte in Deutschland hunderte Beschäftigte entlassen

FedEx möchte europaweit rund 6.300 Beschäftigte entlassen. ver.di und der Gesamtbetriebsrat erwarten vom Unternehmen, dass für diesen Personalabbau nach möglichen Alternativen gesucht wird.

 ver.di stimmt sich mit den Betriebsräten bei TNT/FedEx ab, um möglichst viele Arbeitsplätze zu retten

 

Fedex hat für die TNT Express GmbH einen erheblichen Personalabbau angekündigt. Europaweit sollen rund 6.300 Beschäftigte entlassen werden. Annähernd 10 Prozent der Belegschaft sollen kurzfristig ihren Arbeitsplatz verlieren, dies sind rund 300 Kolleg*innen. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit der Integration des Tochterunternehmens TNT Express. Um dem entgegenzutreten und möglichst viele Arbeitsplätze zu retten, hat sich ver.di schon am 26. Januar 2021 mit den Betriebsräten abgestimmt, welche Maßnahmen getroffen werden können.

Die Beschäftigten bei FedEx und TNT haben mit ihrem unermüdlichen Einsatz während der Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass der Warenverkehr ohne Störungen weiterläuft. Als „Dank“ verkündet das Unternehmen Massenentlassungen. Dies ist der falsche Weg. ver.di wird auch weiterhin alles dafür tun, um so viele Arbeitsstellen wie möglich zu erhalten. Trotz eines Boomjahres mit explodierenden Umsätzen und Gewinnen bei der Fedex, wird bei der TNT langjährig gewachsenes Know-how ohne jegliche wirtschaftliche Notwendigkeit vernichtet!

ver.di und der Gesamtbetriebsrat erwarten vom Unternehmen, dass dieser Personalabbau ernsthaft auf seine Erforderlichkeit hin geprüft und nach möglichen Alternativen gesucht wird. Nur so erfolgt eine angemessene Berücksichtigung der langjährigen, vorbehaltlosen Loyalität der betroffenen Kolleg*innen! ver.di und Gesamtbetriebsrat stehen für konstruktive Gespräche hierzu jederzeit zur Verfügung. Der Arbeitgeber stellt bereits jetzt die Anwendung der GBV Integration in Frage. Unser Eindruck: Der Arbeitgeber beabsichtigt, die bestehenden Sozialplanstandards abzusenken.

Unsere Forderung: Der Arbeitgeber bekennt sich zu einer verbesserten GBV Integration. Nur dadurch wird der Arbeitgeber seiner sozialen Verantwortung gerecht. Wir müssen zwar „Abstand“ halten, dennoch stehen und halten wir zusammen. Dies setzen wir ausschließlich gewinnorientierter Arbeitgeberwillkür entgegen!