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Weihnachtsgeschenke für die Held*innen der Straße

Weihnachtsgeschenke für die Held*innen der Straße

Die Dezemberfeiertage verbringen die meisten von uns im Kreise der Familie. Für viele LKW-Fahrer*innen gibt es diese Möglichkeit nicht, sie sind an Weihnachten in ganz Europa unterwegs.

 

Sie sind gestrandet auf den Rastplätzen und können nur über ihr Smartphone in Kontakt mit ihren Liebsten treten. Durch das Fahrverbot an den Feiertagen mussten sie mehrere Tage auf den Rastplätzen ausharren, bevor sie ihre Weiterfahrt antreten konnten. Was bleibt ist das Zusammensitzen zum Essen mit den Kolleg*innen, aber auch das geht wegen der Corona-Pandemie nur im kleinen Rahmen.

Kolleg*innen aus den ver.di-Kraftfahrerkreisen sorgten deshalb mit einer kleinen Überraschung für weihnachtliche Stimmung: Sie suchten die LKW-Fahrer*innen auf den Rastplätzen entlang der Autobahnen auf, teilweise sogar als Weihnachtsmann verkleidet und verteilten Geschenktüten. Zu den Süßigkeiten gab es auch praktische Informationen für die Fahrer*innen vom DGB-Projekt Faire Mobilität in der jeweiligen Landessprache. Das Projekt unterstützt Kolleg*innen aus anderen EU-Staaten auf dem deutschen Arbeitsmarkt bei der Durchsetzung ihres Anspruches auf Einkommens- und Sozialstandards.

Zur Unterstützung sammelten sie im Vorfeld Spenden und packten hunderte Weihnachtstüten, welche dann am 1. Weihnachtsfeiertag verteilt wurden. Wir bedanken uns deshalb für das außerordentliche Engagement der ver.di-Kraftfahrerkreise und ihren tollen Einsatz!

Praktischer Tipp

Durch das Mobilitätspaket sollte es eigentlich gar nicht mehr dazu kommen, dass LKW-Fahrer*innen ihre Wochenruhezeit von mindestens 45 Stunden in der Fahrerkabine verbringen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, ihnen eine geeignete Schlafmöglichkeit zu stellen. Problematisch ist es, dass der oder die LKW-Fahrer*in beim Verstoß gegen das Kabinenschlafverbot für die Wochenruhezeit pro angefangene Stunde ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro bezahlen muss.

Praktischer Tipp

LKW-Fahrer*innen sollten immer vor dem Antreten der Wochenruhezeit ihren Arbeitgeber kontaktieren, wenn dieser keine Schlafmöglichkeit zur Verfügung stellt (am besten per SMS oder E-Mail) und ihn darauf ansprechen. Bietet er keine geeignete Schlafmöglichkeit an, kann dies bei einer Kontrolle vorgezeigt oder rechtlich gegen den Arbeitgeber vorgegangen werden.

Hilfe und Unterstützung bieten die Ansprechpartner*innen von ver.di für euch vor Ort.
Diese findet ihr hier.

Weitere Infos und Beratung bieten auch die Kolleg*innen des Projektes Faire Mobilität, auch in verschiedenen Fremdsprachen: Zu den Beratungsstellen