Branche

Paketzustellung in der Zukunft

Wie, wann, wohin und von wem – Paketzustellung in der Zukunft

Zustellfahrzeuge und die Beschäftigten in der Zustellung sind inzwischen fester Bestandteil des Straßenbilds und des Alltags vieler Menschen. Der Onlinehandel floriert. Angesichts der wachsenden Branche setzt sich die aktuelle Studie „Zustellarbeit 4.0“ mit den Entwicklungen auseinander und analysiert auch mögliche Auswirkungen auf Beschäftigte.

Mehr und mehr Menschen bestellen im Internet. Gerade Privatpersonen ordern online eher in kürzeren Zeitabständen und in kleineren Mengen als Groß- oder Firmenkunden. Dadurch landen mehr, häufiger und kleinteiligere Pakete in den Zentren der Paketdienstleister. Die Folge: Die Paketberge wachsen und sind noch dazu aufwändiger in der weiteren Bearbeitung.

Auch Gratis-Versand und -Retoure, die insbesondere von den Online-Giganten angeboten werden, senken für viele Kund*innen das Risiko und die Hemmung, im Internet zu bestellen. All dies lässt die Paketzahlen immer weiter steigen: Die Studienautoren prognostizieren ein Wachstum der Paketmengen von 4,5 Prozent jährlich.

Zustellung im Wandel

Für die Beschäftigten ist der Wandel schon längst da: Durch Onlinebestellungen am Wochenende verlagert sich das Paketaufkommen auf die Tage nach dem Wochenende, so dass Fahrtfolgen, Schichten und der Personaleinsatz angepasst werden müssen.

Während in Ballungsgebieten mehr und mehr Paketstationen hinzukommen können, ist dies in dünnbesiedelten, ländlichen Räumen wenig sinnvoll – hier könnten neue Technologien zum Einsatz kommen, um Zustellbezirke zu verändern oder Routen und Übergaben zu automatisieren.