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Tagung für Beamte: Arbeitszeit im Fokus

Tagung für Beamte: Arbeitszeit im Fokus

90 Personal- und Betriebsräte diskutierten über moderne Arbeitszeitgestaltung ver.di 90 Personal- und Betriebsräte diskutierten über moderne Arbeitszeitgestaltung

Das Thema Arbeitszeit ist ein Dauerbrenner, auch in den Postnachfolge-unternehmen. Für die Beamtinnen und Beamten bei der Deutschen Post AG hat ver.di die 38,5-Stunden-Woche durchsetzen können. Die meisten Beamten beim Bund, in den Ländern und den Kommunen haben aber deutlich längere Arbeitszeiten. So gilt für die anderen Bundesbeamtinnen und -beamten eine 41-Stunden-Woche.

Vor diesem Hintergrund fand am 3. März 2020 die jährliche Fachtagung des Bundesbeamtensekretariates statt. Etwa 90 Personal- und Betriebsräte aus Bund, Ländern und Gemeinden sowie hauptamtliche Kolleginnen und Kollegen diskutierten mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Ministerien die Frage, wie eine moderne Arbeitszeitgestaltung aussehen könnte.

Am Vormittag ging die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle in ihrem Eingangsstatement auf den engen Zusammenhang von Arbeitszeit und guter Arbeit ein. Die Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit von 44 über 40 bis auf 38,5 Stunden in den 90er Jahren sei ein gewerkschaftlicher Erfolg gewesen. In den 2000er Jahren habe man diese Errungenschaften verteidigen müssen. Das Thema Arbeitszeit sei auch heute aktuell. Gefragt sei aber kein arbeitszeitpolitisches Einheitsmodell, sondern differenzierte Lösungen, die mehr Arbeitszeitsouveränität zuließen. Damit werde zugleich die Attraktivität des öffentlichen Dienstes gesteigert.

In drei Fachforen am Nachmittag ging es um spezielle beamtenrechtliche Regelungen. In einem Forum wurde das Model des Generationenvertrages bei der Deutschen Post AG zum altersgerechten Arbeiten vorgestellt und diskutiert. Bei der Deutschen Post AG ist es auch gelungen, dieses Modell auf die Beamten zu übertragen und so zu erreichen, dass auch hier die Beamtinnen und Beamten an modernen Arbeitsformen teilhaben.