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Antragsbearbeitung bei der PBeaKK - Hinweise für die Versicherten

Antragsbearbeitung bei der Postbeamtenkrankenkasse – Hinweise für die Versicherten

Auf Grund der Einführung einer neuen IT kommt es seit Ende letzten Jahres zu langen Bearbeitungszeiten bei der Postbeamtenkrankenkasse (wir berichteten). Die Probleme haben sich inzwischen jedoch so verstärkt, dass mehr als 10.000 Anträge aus dem November 2020 noch nicht bearbeitet sind. Es gibt derzeit insbesondere in den Bereichen Pflege, Krankenhaus und Hilfsmittel erhebliche Rückstände. Die Mitgliederseite des Verwaltungsrates unterstützt die Versicherten dabei, die Erstattung der zum Teil erheblichen Antragssummen von mehreren 1000 Euro sicherzustellen. Wir versuchen derzeit alles Mögliche, die Antragsbearbeitungssituation zu verbessern.

So konnte der Verwaltungsrat für die Versicherten durchsetzen, dass eine neue E-Mail-Adresse eingerichtet wurde, an die sich insbesondere Mitglieder mit besonderen Härtefällen wenden können. Sollte es bei den Erstattungsanträgen zu einer unzumutbar langen Bearbeitungsdauer und zu Härten kommen, die von den Versicherten nicht zu bewältigen sind, so wird empfohlen eine Mail an folgende Adresse zu senden: qualitaet[a]pbeakk.de

Die Versichertenvertreter im Verwaltungsrat bemängeln immer wieder die kritische Situation der Antragsbearbeitung. Wir wirken beim Vorstand daraufhin hin, dass dieser sich für eine Verbesserung der aktuellen Situation einzusetzen hat. Die Verantwortung für diese Misere liegt ausschließlich beim Vorstand und der Leitung der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK). Der Verwaltungsrat – und hier insbesondere die Mitglieder der Versichertenseite – wirken mit aller Kraft darauf hin, dass so schnell wie möglich eine Lösung der absolut unerträglichen Situation erreicht werden kann.

Die Beschäftigten der Postbeamtenkrankenkasse versuchen durch Überstunden und Samstagsarbeit alles Mögliche zu tun, um die Probleme für die Versicherten zu lösen. Auch die Kolleg*innen in der Telefonie sind am Rande der Belastbarkeit angekommen, um das derzeit sehr hohe Volumen der Anrufe zu bewältigen. Nicht zuletzt versuchen auch unsere Kolleg*innen in der IT, zum Teil im Tag- und Nachtdienst, die Mängel im System zu beheben.

ver.di fordert eine Prämie für die Beschäftigten der Postbeamtenkrankenkasse

Die Beschäftigten der Postbeamtenkrankenkasse (Arbeitnehmer* innen und Beamt*innen) sollen vor dem Hintergrund der sehr hohen Arbeitsbelastung auf Grund der Einführung der neuen IT-Anwendungen eine einmalige Prämie in Höhe von 500 Euro erhalten. Dies hat ver.di gegenüber der Präsidentin der BAnst-PT, Frau Nahles und dem Vorstand der PBeaKK schriftlich eingefordert.

Die Mitarbeiter*innen sind inzwischen auf Grund der hohen Arbeitsbelastung und der zahlreichen geleisteten Überstunden am Rande der Belastbarkeit angekommen. ver.di dankt ausdrücklich allen Beschäftigten der Postbeamtenkrankenkasse für ihren unermüdlichen Einsatz, den Überstunden, der Samstagsarbeit und zum Teil auch der Arbeit in den Nachtstunden. Durch eure Unterstützung ist es gelungen, noch größere Belastungen für unsere Versicherten abzumildern. Wir wissen, dass sie als Beschäftigte nicht Schuld an dieser Situation sind.

Inzwischen gibt es bereits mündliche Zusagen der Bundesanstalt und auch der Vorstand der PBeaKK hat Zustimmung signalisiert. Zur Frage der Steuerfreiheit gibt es noch keine klare Rückmeldung.