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Tätigkeitsjahre sind anzuerkennen

Tätigkeitsjahre der DP AG sind bei Rückkehr von der DHL Delivery in die DP AG anzuerkennen

Für die Eingruppierung werden nach dem Urteil die Tätigkeitsjahre, die bis 2015 bei der DP AG erbracht wurden, nach der Rückkehr aus der DHL Delivery zur Deutschen Post AG auch berücksichtigt.

 Pixabay.com Urteil

 

Das Landesarbeitsgericht Mecklenburg Vorpommern hat am 20. April 2021 drei Entscheidungen des Arbeitsgericht Rostock aufgehoben. Zuvor hatte das Arbeitsgericht Rostock in drei Fällen, in denen Paketzusteller*innen der DHL Delivery, die bis 2015 bereits bei der DP AG als Paketzusteller*innen gearbeitet hatten, anders entschieden: Für die Eingruppierung waren dem Urteil nach die Tätigkeitsjahre, die bis 2015 bei der DP AG erbracht wurden, nach der Rückkehr aus der DHL Delivery zur Deutschen Post AG nicht zu berücksichtigen. Diese drei Entscheidungen hat das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern aufgehoben.

Damit liegen jetzt auch positive Entscheidungen von Landesarbeitsgerichten vor, die den ver.di-Mitgliedern in den von ver.di geführten Verfahren Recht gegeben haben. Die Urteilsbegründungen liegen noch nicht vor, aber schon in der Gerichtsverhandlung ist der Eindruck entstanden, dass die Argumentation von ver.di zur Auslegung der Überleitungstarifverträge für die Beschäftigten der DHL Delivery von 2019 das Landesarbeitsgericht überzeugt haben könnte.

Die Revision der Entscheidung des LAG Mecklenburg-Vorpommern ist zugelassen. Die Deutsche Post AG kann daher innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der schriftlichen Urteilsbegründung das Bundesarbeitsgericht anrufen, das dann die Entscheidung des LAG Mecklenburg-Vorpommern überprüfen wird. Im Mai 2021 stehen noch weitere ver.di-Verfahren in dieser Sache bei Landesarbeitsgerichten zur Entscheidung an.