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Rechtliche Grundlagen für Betriebsräte zu sachgrundlosen Befristungen

Rechtliche Grundlagen für Betriebsräte zu sachgrundlosen Befristungen

Die Befristungsquote bei der Deutschen Post AG beträgt rund 15 Prozent und ist damit doppelt so hoch wie der bundesweite Durchschnitt. Das ist Grund genug zu handeln!

 ver.di

Befristungen, vor allem sachgrundlose Befristungen oder „Kettenbefristungen“ werden genutzt, um flexibel auf unterschiedliche Arbeitsbedarfe zu reagieren und Personal zu reduzieren. Das hat vielfältige negative Auswirkungen auf die Lebensumstände und die Lebensplanung der betroffenen Beschäftigten. Zudem sind auch die Unbefristeten betroffen: Auch sie arbeiten am Limit, weil das Personal regelmäßig (zu) knapp bemessen ist und sie außerdem durch immer neue Einarbeitungen der befristet beschäftigten Kolleg*innen zusätzlich belastet werden.

Beim BR-Seminar zu sachgrundlosen Befristungen Ende Mai gingen die Teilnehmenden gemeinsam mit Expert*innen der Frage nach, unter welchen Voraussetzungen befristete Arbeitsverhältnisse oder Arbeitsbedingungen zulässig sind.

Zudem stand im Fokus, welche Handlungsmöglichkeiten Betriebsräte haben und wie sie diese effektiv nutzen können, zum Beispiel:

  • Wie wirkt sich Vorbeschäftigung auf eine Befristung aus?
  • Welche Hebel gibt es für die Erhöhung der Wochenarbeitszeit?
  • Was kann der Betriebsrat im Rahmen der Personaleinsatzplanung bewirken?

Die bereits bestehenden Regelungen bei der DP AG wurden dabei mitberücksichtigt.

Inzwischen fast schon routiniert fand das Seminar online statt. Engagiert und konzentriert vertieften die Teilnehmenden über drei Tage hinweg ihre Expertise und erarbeiteten verschiedene Strategien und Gestaltungsmöglichkeiten, um im Rahmen ihrer BR-Arbeit sachgrundlosen Befristungen künftig noch stärker entgegenzutreten.

Um gegen Befristungen bei der Deutschen Post vorzugehen hat ver.di die Initiative unbefristet ins Leben gerufen. Mehr zur Initiative findest du hier.