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ver.di kritisiert den geplanten Stellenabbau bei UPS

ver.di kritisiert den geplanten Stellenabbau bei UPS

ver.di kritisiert den geplanten Abbau von rund 500 Arbeitsplätzen in den UPS-Zentralen in Neuss und Monheim in Nordrhein-Westfalen. „Der geplante Stellenabbau kommt zur Unzeit und ohne jede wirtschaftliche Not. Bei steigenden Paketmengen und Gewinnen kommt es UPS allein auf eine weitere Gewinnmaximierung an“, kritisierte Stefan Thyroke, ver.di-Bundesfachgruppenleiter Speditionen, Logistik und KEP. Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung würden, gerade in Zeiten der Pandemie, vor große Schwierigkeiten gestellt, neue Arbeitsplätze zu finden. UPS habe bereits in den vergangenen Jahren in den Zentralen die Zahl der Beschäftigten von 1.600 auf 1.000 reduziert. Nun wolle UPS offenbar weitere Kompetenzen von Deutschland zu UPS Europe nach Brüssel verlagern.

„Dies ist kein guter Umgang mit langjährigen Beschäftigten, die gerade auch in Zeiten der Pandemie Außerordentliches geleistet haben.“

Stefan Thyroke (ver.di-Bundesfachgruppenleiter Speditionen, Logistik und KEP)

Kritikwürdig sei auch die Informationspolitik des Unternehmens, so Thyroke weiter. Die zuständigen Betriebsräte, der Gesamtbetriebsrat und der Wirtschaftsausschuss seien erst wenige Minuten vor der Betriebsöffentlichkeit informiert worden. ver.di werde nun die Betriebsräte bei den anstehenden Verhandlungen zu einem Sozialplan unterstützen. Thyroke: „Der geplante Stellenabbau muss deutlich reduziert und ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden.“

UPS Deutschland ist mit rund 17.000 Beschäftigten der zweitgrößte Paketdienstleister in Deutschland.