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ver.di wird Mitglied im Verein Sozialmaut-EU

ver.di wird Mitglied im Verein Sozialmaut-EU

 ver.di

Bessere Bedingungen für LKW-Fahrer*innen auf den Autobahnraststätten – dafür setzt sich der Verein Sozialmaut-EU ein. Seit 26. April 2021 ist ver.di Mitglied.

Ziel des Vereins ist es, dass zukünftig je ein Cent pro gefahrenem Mautkilometer dafür aufgewendet wird, die Autobahnraststätten für die LKW-Fahrer*innen attraktiver zu gestalten. Hierzu gehört die kostenfreie Nutzung von WCs und Duschen, ein kostengünstigeres Essen als bislang und Freizeitaktivitäten für die Ruhepause. Für diesen Zweck würden nach aktuellem Maut-Aufkommen rund 400 Millionen Euro bereitstehen.

Transitland Nummer 1

Deutschland ist mit 363 Millionen Lkw-Fahrten pro Jahr (2018) das Transitland Nummer 1 innerhalb der Europäischen Union. Hinzu kommt, dass ca. 50 Prozent aller Kabotagefahrten innerhalb der EU in Deutschland erbracht werden. Diese Kabotage-Fahrten werden ausschließlich von Kolleg*innen aus EU-Mitgliedsstaaten, die nach 2004 beigetreten sind, erbracht oder aber von Fahrer*innen aus Drittstaaten außerhalb der EU – mittlerweile rund 500.000 Fahrer*innen.

Isolation entgegenwirken

Die meisten Fahrer*innen kommen selten nach Hause in ihre Heimatländer um dort Familie und Freunde zu besuchen. Sie verbringen (verbotenerweise) die Wochenruhezeit in den Fahrerkabinen auf den Raststätten. Die soziale Isolation der Fahrer*innen führt in der Folge immer häufiger zu Alkohol- und Drogengebrauch sowie zur Spielsucht. In Corona-Zeiten werden diese Bedingungen noch verschärft. Der soziale Kontakt fehlt gänzlich. Hier möchte der Verein ansetzen, damit LKW-Fahrer*innen ihre Ruhepause und Freizeit angenehm gestalten können.