Mitbestimmung

Wie soll mein Europa sein?

Umfrage

Wie soll mein Europa sein?

17.1.2019 +++ Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wählen dieses Jahr ihre Abgeordneten für das EU-Parlament. Dazu fragen wir: Was gehört für dich in der EU auf die Tagesordnung, was bedeutet für dich die EU? Was sind deine Erwartungen an das künftige EU-Parlament?

EU-Parlamentsgebäude in Brüssel EU-Parlament EU-Parlamentsgebäude in Brüssel

Die Bürgerinnen und Bürger der EU wählen in der Zeit vom 23. bis 26. Mai 2019 das Parlament der Europäischen Union. Was das EU-Parlament entscheidet, ist nicht abstrakt, sondern betrifft unsere Lebens- und Arbeitswelt sehr konkret.

Deshalb ist es wichtig, mit zu entscheiden und Parlamentarierinnen und Parlamentarier zu haben, die sich nicht verweigern, sondern Gesetze gegen die Steuerflucht der Konzerne und gegen Lohndumping weiter auf den Weg bringen. Dass das geht, hat die Reform der EU-Entsenderichtlinie im Mai 2018 gezeigt. Getragen von weiten Teilen der Sozialdemokraten, Konservativen, Liberalen, Grünen und Linken hat die Reform jenen Unternehmen einen Riegel vorgeschoben, die immer mehr Billiglohnkräfte aus dem Ausland angeheuert und ausgebeutet haben. Nun erhalten ausländische Beschäftigte ab Mitte 2020 den gleichen Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort wie einheimische Beschäftigte. Betrachtet man die aktuellen Zahlen zur zeitweisen Entsendung in der EU, sind durch das Gesetz circa 2,3 Millionen Beschäftigte geschützt und ebenso die Tarifstrukturen – bisher mit Ausnahme des Fahrpersonals. Aber gerade auch daran gilt es, weiter zu arbeiten.

Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wählen am 26. Mai dieses Jahres. Dazu fragen wir: Was gehört in der EU auf die Tagesordnung? Was bedeutet für dich die Europäische Union? Was sind deine Erwartungen an das künftige EU-Parlament?

Schreibe an meineuropa@verdi.de

Wie geht Sozialdialog in der EU?

Der So­zi­al­dia­log ge­hört zum EU-So­zialm­odell. Durch ihn wir­ken Ar­beit­ge­ber- und Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter be­zie­hungs­wei­se ih­re Or­ga­ni­sa­tio­nen ak­tiv an So­zial- und Be­schäf­ti­gungs­po­li­tik der EU mit. Es gibt zum einen den Dia­log bran­chen­über­grei­fend und zu an­de­ren den Dia­log auf Bran­chen be­zo­gen, den sek­to­ra­len So­zi­al­dia­lo­g. Auch für die Bran­che des Stra­ßen­ver­kehrs und der Post­diens­te gibt es sol­che Aus­schüs­se der So­zi­al­part­ner.

zwei­glied­ri­ger so­zia­ler Dia­log

Hier fin­­den Ge­sprä­che oder Ver­­han­d­­lun­­gen zwi­schen Ar­beit­ge­ber­ver­bän­den und Ge­werk­schaf­ten stat­t.

drei­glied­ri­ger so­zia­ler Dia­log

Hier fin­den Ge­sprä­che oder Ver­hand­lun­gen zwi­schen Ar­beit­ge­bern und Ge­werk­schaf­ten di­rekt mit EU-­In­sti­tu­tio­nen stat­t, al­so mit EU-Kom­mis­sion, de­ren Ge­ne­ral­di­rek­tio­nen oder Ab­ge­ord­ne­ten und Aus­schüs­sen des EU-Par­la­ment­s.

Unsere Lobbyisten in der EU

Im Dia­log bran­chen­über­grei­fend ver­tritt bei­spiels­wei­se der Eu­ro­päi­sche Ge­werk­schafts­ver­band (EG­B) die Be­lan­ge der Be­schäf­tig­ten in der EU. Im Dia­log auf Bran­chen be­zo­gen, den sek­to­ra­len So­zi­al­dia­lo­g, ver­tritt die Be­lan­ge der Be­schäf­tig­ten un­se­rer Bran­che die Eu­ro­päi­sche Trans­port­ar­bei­ter-Fö­de­ra­ti­on (ET­F) und die Eu­ro­pean Ser­vices Wor­kers Uni­on (U­NI Eu­ro­pa).

Europäischer Gewerkschaftsbund (EGB)

Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF)

European Services Workers Union (UNI Europa)