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Zukunftsgerecht

Konferenz des Bundesfachbereiches

Zukunftsgerecht

Konferenz des Bundesfachbereiches Tina Sierocki Konferenz des Bundesfachbereiches

5.4.2019 +++ Vom 3. bis 5. April 2019 fand in Bad Neuenahr die fünfte ordentliche Bundesfachbereichskonferenz des ver.di-Fachbereiches Postdienste, Speditionen und Logistik statt. Die 160 Delegierten berieten über Anträge, nahmen Wahlen vor und bestimmten damit den Kurs des Fachbereiches für die nächsten vier Jahre.

Insgesamt 134 Anträge zur Tarifpolitik, zur Branchenpolitik, zu gesellschaftlichen und sozialpolitischen Fragen wie auch zu innergewerkschaftlichen Themen wurden von den Delegierten beraten und beschlossen. Manches gilt es, im Fachbereich selbst umzusetzen, anders richtet sich an die Gesamtorganisation ver.di und wurde an den im Herbst dieses Jahres stattfindenden ver.di-Bundeskongress verwiesen. Es gebe im Fachbereich eine aktive Arbeit in den Betrieben, sagte der ehrenamtliche Vorsitzende des Bundesfachbereichsvorstandes, Thomas Koczelnik. Er würdigte in dem gemeinsam mit der stellvertretenden ver.di-Vorsitzenden und Bundesfachbereichsleiterin Andrea Kocsis gegebenen Geschäftsbericht die gute Arbeit der Vertrauensleute und der Betriebsgruppen für die ver.di-Mitglieder in den Betrieben. Auch würdigten sie die Arbeit der Seniorinnen und Senioren, sie seien eine wichtige Säule des Fachbereiches.

Aktionsfähigkeit

Der schwere Tarifkonflikt mit der Deutschen Post AG im Jahr 2015 wie auch die nun gelungene Rückführung der Beschäftigten der Regionalgesellschaften unter das Dach der Deutschen Post AG nahmen in der Konferenz breiten Raum ein. Es gehe nun darum, „den Fluch der gefühlten Niederlage von 2015 zu überwinden“, sagte eine Delegierte in der Aussprache zum Geschäftsbericht. „Dieser Fachbereich hat im Brennpunkt der gewerkschaftlichen Auseinandersetzung gestanden“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske und betonte: „Die Früchte eurer Arbeit habt ihr letzte Woche einfahren können“. Er gratulierte dem Fachbereich, dass es nun wieder „eine Post“ gebe und resümierte: „Das ist ein großer Erfolg für uns alle“. Er hob auch die gute Tarifentwicklung in den Flächentarifverträgen für Speditionen und Logistik hervor. Mit einer prozentualen Erhöhung über die Jahre von 2015 bis 2019 von bis zu 14,4 Prozent sei dies „eine Entwicklung, die nur durch betriebliche Aktionsfähigkeit gewonnen werden kann“.

Mit großer Mehrheit gewählt

„Mein Herz schlägt für den Fachbereich. Mit euch zusammen will ich weiter und mit ganzer Kraft für gute Arbeitsbedingungen unserer Mitglieder arbeiten“, sagte Andrea Kocsis, die sich den Delegierten zur Wahl stellte. Sie wurde mit 88 Prozent der Stimmen für weitere vier Jahre zur Bundesfachbereichsleiterin gewählt.
Auch Frank Werneke, der neben Andrea Kocsis derzeit stellvertretender ver.di-Vorsitzender ist und vom Gewerkschaftsrat für den Bundeskongress im Herbst zur Wahl als künftiger ver.di-Vorsitzender nominiert ist, sprach auf der Bundesfachbereichskonferenz. Die Tarifbindung in allen Branchen zu erhalten und zu erhöhen sei eines der zentralen Zukunftsthemen von ver.di, sagte Frank Werneke. Dabei zähle er auch auf den Fachbereich Postdienste, Speditionen und Logistik, den er als „lebenspraktisch“ charakterisierte.

Bundesfachgruppenkonferenzen

Integriert in die Bundesfachbereichskonferenz fanden auch die Bundesfachgruppenkonferenzen der beiden Fachgruppen Postdienste sowie Speditionen, Logistik und Kurier-, Express- und Paketdienste statt. Auch hier wurde über die Arbeit der vergangenen vier Jahre Rechenschaft abgelegt und die Delegierten wählten die Mitglieder der neuen Bundesfachgruppenvorstände. Gewürdigt und verabschiedet wurden auf der Konferenz die Kolleginnen und Kollegen, die aus dem Bundesfachbereichsvorstand und den Bundesfachgruppenvorständen ausgeschieden sind. Ihnen sagt ver.di: Danke!

Frank Bsirske gratulierte dem Fachbereich dazu, dass es nun wieder „eine Post“ gebe.

Frank Bsirske auf der Konferenz des Bundesfachbereiches
Foto/Grafik: Tina Sierocki

Andrea Kocsis: „Mit ganzer Kraft für gute Arbeitsbedingungen unserer Mitglieder“.

Andrea Kocsis auf der Konferenz des Bundesfachbereiches
Foto/Grafik: Tina Sierocki