Mitbestimmung

Hier stört Anderssein nicht

Gegen Rassismus

Hier stört Anderssein nicht

Ausgezeichnet! (v.l.n.r.: Vorsitzender des Vereins Mach meinen Kumpel nicht an! ­Giovanni Pollice, Schirmfrau des Wettbewerbes Michaela Rosenberger, Preisträger Esra Güven, Julian Neuss und Kimberly Mager von der Deutschen Post AG in Neuss sowie Ministerpräsident von Sachsen und Schirmherr des Wett­bewerbes Michael Kretschmer.) Jürgen Lösel Preisverleihung  – Ausgezeichnet! (v.l.n.r.: Vorsitzender des Vereins Mach meinen Kumpel nicht an! ­Giovanni Pollice, Schirmfrau des Wettbewerbes Michaela Rosenberger, Preisträger Esra Güven, Julian Neuss und Kimberly Mager von der Deutschen Post AG in Neuss sowie Ministerpräsident von Sachsen und Schirmherr des Wett­bewerbes Michael Kretschmer.)

20.3.2019 +++ Am 18. März 2019 wurden in der sächsischen Staatskanzlei in Dresden Jugendliche vor rund 100 Gästen aus Politik, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft ausgezeichnet. Sie hatten sich am bundesweiten Jugendwettbewerb „Die Gelbe Hand“ gegen Rassismus mit einem Projekt beteiligt, darunter Auszubildende der Deutschen Post AG.

Der Verein Mach‘ meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V. ruft jährlich junge Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Berufsschülerinnen und Berufsschüler und Auszubildende zum Wettbewerb „Die Gelbe Hand“ auf. Die Jugendlichen sollen mit individuellen Beiträgen Zeichen setzen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und für ein solidarisches Miteinander.

Kreativ gegen Rechts

Giovanni Pollice, der Vorsitzender des Vereins sagte zum Einsatz der Jugendlichen: „Die Rechten stellen eine ernste Bedrohung für unser demokratisches und soziales Gemeinwesen in Deutschland und Europa dar. Wir Demokratinnen und Demokraten brauchen ein gerades Kreuz. Nicht wegschauen, sondern handeln und sich einmischen! Wir dürfen nicht zulassen, dass Rechtsextreme und Rassisten unser Land erneut kaputtmachen!“ Deshalb mache das Engagement der Jugendlichen Mut, so Pollice.

Vielfalt ist Bereicherung

Wie kreativ die Beiträge der Jugendlichen sind, zeigte sich auch in diesem Jahr. Eine Berufsschulklasse machte mit einem selbstgedrehten Video auf Diskriminierungssituationen im Alltag aufmerksam und erhielt dafür den zweiten Preis. Den dritten Preis erhielten Auszubildende für eine Collage „Unsere Nationalität? – Mensch!“.
Der erste Preis ging an die Auszubildenden Esra Güven, Kimberly Mager und Julian Neuss von der Deutschen Post Serviceniederlassung Schadenmanagement in Neuss für ihre Präsentation „Hier stört Anderssein nicht“. Mit ihnen sprachen wir darüber. Sie erzählten, ihr Betriebsrat habe sie auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht. Ihnen sei die Teilnahme daran schon allein deshalb ein Anliegen gewesen, da sie Auszubildende eines Unternehmens seien, wo Beschäftigte vieler Nationalitäten zusammenarbeiten. Für den Wettbewerb erarbeiteten sie eine Power-Point-Präsentation, in der sie genau das zeigten. Dafür fuhren Esra, Kimberly und Julian zu den verschiedenen Unternehmensbereichen und sahen sich dort an, wie und von wem der Brief verarbeitet wird. Die dabei entstandenen Fotos sind in die Präsentation eingeflossen. Diese wurde zunächst in der Betriebsversammlungen der Belegschaft der Niederlassung vorgestellt, in einem weiteren Schritt soll sie im Intranet der Deutschen Post veröffentlicht werden, um alle Beschäftigten des Unternehmens zu erreichen. Die Botschaft von Esra, Kimberly und Julian Neuss: Vielfalt ist eine Bereicherung im Betrieb und Rassismus hat dort nichts zu suchen.