Logistiksektor zwischen Globalisierung, Industrie 4.0 und Online-Handel

Die Studie von Claus Zanker gibt einen Überblick über die wesentlichen Trends, Strukturmerkmale und Entwicklungen im Post-, Transport- und Logistiksektor und beschreibt die wichtigsten Herausforderungen für Akteure der Mitbestimmung.

Der Logistiksektor erfüllt eine zentrale Infrastrukturfunktion in einer arbeitsteiligen globalen Wirtschaft. Mit einem Marktvolumen von mehr als 198 Milliarden Euro und rund 1,34 Millionen Beschäftigten ist er ein wichtiger Faktor für die Volkswirtschaft und den Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Logistikbranche steht angesichts der Globalisierung der Wertschöpfung, neuer Produktionskonzepte, der Digitalisierung von Geschäfts- und Arbeitsprozessen und des starken Wachstums des E-Commerce vor neuen Anforderungen.

Die Studie ist als Sekundäranalyse des umfangreich vorhandenen Zahlenmaterials zum Sektor angelegt. Für die Erstellung einer Fallstudie zu neuen Zustellkonzepten im Paketgeschäft für die Analyse der Digitalisierungstrends sowie die Darstellung der Arbeitsbedingungen und Arbeitsbeziehungen in der Branche wurden zudem sechs Experteninterviews mit Unternehmensvertretern, Betriebsräten und Gewerkschaftern geführt.

Die Studie stützt sich insbesondere auf die Zahlenreihen und Publikationen der Verkehrsstatistik des Statistischen Bundesamts, Fachserie 8, Reihe 1.1 und der Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich – Verkehr und Lagerei, Fachserie 9, Reihe 4.1. Zudem sind die Marktberichte und Analysen des Bundesamts für Güterverkehr und des Kraftfahrt-Bundesamt eine wahre Fundgrube für Informationen zur Entwicklung des Sektors. Nicht zuletzt beruhen wesentliche Erkenntnisse in dieser Arbeit auf dem Standardwerk der empirischen Forschung zum Logistiksektor von Michael Schwemmer „Die TOP 100 der Logistik“, Ausgabe 2016/2017. Für die Analyse wurden Daten und Publikationen berücksichtigt, die im Mai 2017 zugänglich waren.

ver.di-Fahrerhandbuch

Der Jahreskalender für Berufskraftfahrer ist speziell für die Erfassung der Arbeitszeiten und zur Entgelt-Abrechnungskontrolle gestaltet. Er enthält zudem Informationen rund um den Berufsalltag, Lenk- und Ruhezeiten, Aus- und Weiterbildung, Gesundheits- und Arbeitsschutz. Außerdem gibt es Tipps zu Arbeitnehmerrechten, Betriebsratsbildung und den Gefahren der Scheinselbstständigkeit. Wie immer haben die Verfasser den neuen Stand der Gesetzgebung und Rechtsprechung in die Texte eingearbeitet.

Wer mehr wissen möchte, lässt sich als ver.di-Mitglied vor Ort beraten – dort ist auch das ver.di-Fahrerhandbuch für das Jahr 2018 erhältlich.

Teil eines Lastwagens, Jahreszahl 2018 und ver.di-Logo
Foto/Grafik: ver.di

Logisch – Logistik! - Wandel und Zukunft der Branche

Die Logistikbranche ist Deutschlands drittgrößter Wirtschaftszweig. Um in dem Bereich faire Arbeitsbedingungen und Bezahlung zu sichern, ist es für Beschäftigte und ihre Interessenvertreter wichtig zu wissen, welche Entwicklungen die Zukunft der Branche beeinflussen.

Die Logistikbranche mit ihren Beschäftigten unterliegt in vielfacher Hinsicht einer besonderen Dynamik. Die fortschreitende Globalisierung von Warenströmen und Produktionsprozessen ist ohne innovative Logistikdienstleistungen und den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien kaum denkbar. Arbeitsprozesse werden flexibilisiert, die Arbeitsbelastung steigt, prekäre Beschäftigungsformen nehmen zu. Im Buch wird diese Dynamik beschrieben und der Frage nachgegangen, was Arbeitgeber, Gewerkschaften und Betriebsräte für eine gute Zukunft der Branche und ihrer Beschäftigten tun können. Das Buch, das die Dokumentation der Konferenz „Logisch - Logistik!“ enthält, ist im VSA-Verlag erschienen und kann für 12,80 Euro unter ISBN 978–3–89965–579–7 bestellt werden.

Titelseite des Buches
Foto/Grafik: ver.di

Schritt für Schritt zur Gefährdungsbeurteilung

Die Arbeit in den Betrieben muss so gestaltet sein, dass es den Beschäftigten möglich ist, gesund das Renten- oder Pensionsalter zu erreichen. Der betrieblichen Gesundheitspolitik kommt hierbei eine entscheidende Bedeutung zu. Um die Arbeit vor Ort bei der DP AG zu unterstützen, hat ver.di eine Broschüre (Inhaltsangabe, PDF 863 KB) aufgelegt und den Betriebsgruppen und Betriebsräten zur Verfügung gestellt. Interessierte Mitglieder können sich dort informieren. Für weitere Fragen und Anregungen zur Broschüre ist die Bundesfachgruppe Postdienste zu erreichen unter postdienste@verdi.de

DGB-Index: Arbeitsbedingungen im Post- und Logistiksektor

Im Zuge des Arbeitsschwerpunktes „Gute Arbeit“ hat der Fachbereich eine repräsentative DGB-Index-Befragung seiner Mitglieder durchgeführt. Hier steht der Bericht bereit.

ver.di-Kampagne „Fair zugestellt"

Die Arbeitsbedingungen in weiten Teilen der KEP-Zustellung sind als skandalös zu bezeichnen. Schlechte Bezahlung, verschwimmende Grenzen zwischen Subunternehmer und Scheinselbstständigen prägen das Bild. Der KEP-Markt wächst. Das ist überaus positiv, jedoch darf das nicht zu Prekarisierung von Beschäftigung führen.

Was kann man tun? Zunächst hilft nur eines: Die Zustellung in Eigenregie zu betreiben. Nur wenn es eine eigene Zustellorganisation gibt, können Tarifverträge der Branche für die Zusteller greifen, wie auch die Mitbestimmungs- und Schutzmechanismen der Betriebsräte. Nur wenn die KEP-Unternehmen über eigene Zusteller verfügen, können junge Menschen in diesem Beruf ausgebildet werden. Und es hilft zudem, hinzuschauen auf die Arbeitsbedingungen der Menschen, die die Pakete bringen – in der Öffentlichkeit, in den Betrieben, bei den Verbrauchern und Kunden. Dabei hilft diese Kampagne.

Öffentliche Ausschreibung von Briefdienstleistungen

Die „Gebrauchsanweisung Soziale Vergabe“ ist ein Leitfaden für die Berücksichtigung sozialer Belange bei der öffentlichen Ausschreibung von  Briefdienstleistungen. Sie dient zum einen der Sensibilisierung des politischen Raumes für einen sozial verantwortlichen Umgang öffentlich eingesetzter Gelder und zum anderen der Sensibilisierung der mit der Vergabe befassten Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung.

ver.di Kampagnen