Tarif

Tarifbewegung 2019

Tarifbewegung 2019

28.11.2018 +++ Im nächsten Jahr stehen zahlreiche Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Branche an. Für die Diskussionen über die Tarifforderungen hat ver.di eine Empfehlung vorgelegt.

Im nächsten Jahr verhandelt ver.di die Flächentarifverträge für Beschäftigte in den Speditionen, Kurier-, Express- und Paketdiensten sowie der Logistik in Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen.

Haustarifverträge verhandelt ver.di für die Beschäftigten der DHL Solutions Fashion GmbH, der DHL Fashion Retail Operations GmbH, DHL Paket GmbH, DHL Express Germany GmbH, DHL Home Delivery GmbH, Deutschen Post DHL CREM GmbH, Deutschen Post IT  Services GmbH, CSG GmbH, CSG PB GmbH und CSG Technischer Service GmbH, Transthermos München, BLG Logistik, FedEx Corporation sowie des Erholungswerkes Post Postbank Telekom e.V.

Der Vorstand des ver.di-Bundesfachbereiches Postdienste, Speditionen und Logistik hat am 27. November 2018 die Empfehlung für die Diskussion über die Tarifforderungen für die Verhandlungen im nächsten Jahr beschlossen. Ohne die Tarifrunde für die Tarifkräfte bei der Deutschen Post AG wird eine Erhöhung der Einkommen und der Vergütungen für die Auszubildenden im Gesamtvolumen von 4,5 bis sechs Prozent bei einer Laufzeit der Tarifverträge von zwölf Monaten vorgeschlagen.

Wirtschaftsprognose

Bei dieser Diskussionsempfehlung hat sich der Vorstand an den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Prognosen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) sowie der Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute vom September dieses Jahres orientiert. Die Prognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung stand zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses noch aus. Den Prognosen ist gemein, dass als Motor für die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft weiterhin der private Konsum gesehen wird. Dieser profitiert von der Ausweitung der Beschäftigung und steigenden Reallöhnen. Auch die Investitionen entwickeln sich kräftig. Aus den prognostizierten wirtschaftlichen Eckdaten für nächstes Jahr – einer Preissteigerung von circa 1,9 Prozent und einer Produktivitätssteigerung von circa 0,9 Prozent – ergibt sich ein verteilungsneutraler Spielraum von circa 2,8 Prozent. Unter dessen Berücksichtigung ist eine Umverteilungskomponente von 1,7 bis 3,2 Prozent begründbar.

Diskussion

Die ver.di-Mitglieder in den jeweiligen Betrieben und Unternehmen werden nun diese Forderungsempfehlung diskutieren. Mit den Ergebnissen daraus wird der Vorstand Ende Januar über die gemeinsame Forderungsempfehlung des Fachbereiches befinden. Bei den Diskussionen ist auch zu berücksichtigen, dass die Durchsetzungsfähigkeit einer Forderung unmittelbar vom gewerkschaftlichen Organisationsgrad in den Betrieben und Unternehmen abhängig ist. Es gilt also, Kolleginnen und Kollegen für ver.di zu gewinnen.