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Tarifverhandlungen gefordert

Deutsche Post CSC GMBH

Tarifverhandlungen gefordert

Berlin: Beschäftigte fordern von der Arbeitgeberseite die Aufnahme der Tarifverhandlungen. ver.di Aktion von Beschäftigten der Deutschen Post CSC in Berlin.

18.10.2018 +++ Beschäftigte der Deutschen Post Customer Service Center GmbH wollen Tarifierung ihrer Arbeitsbedingungen.

ver.di hat den Arbeitgeber Post Customer Service Center GmbH (DP CSC GmbH) wiederholt zu Verhandlungen über einen Mantel- und Entgelttarifvertrag aufgefordert. Denn die rund 850 Beschäftigten, die in einem Arbeitsverhältnis mit der DP CSC GmbH stehen, haben keinen Tarifvertrag. Die meisten von ihnen sind Agentinnen und Agenten im Kundenservice der Deutschen Post DHL Group. Für ihre Arbeit erhalten sie ein Stundenentgelt von 9,26 Euro und damit knapp mehr als den gesetzlichen Mindestlohn. Sie  bekommen weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld oder vermögenswirksame Leistungen. Ihr Urlaubsanspruch liegt geringfügig über den gesetzlichen Regelungen.

Auf Betriebsversammlungen und Protestkundgebungen haben die Beschäftigten ein klares Bekenntnis von der Arbeitgeberseite zur Aufnahme der Tarifverhandlungen gefordert. Mit einer Unterschriftenaktion wurden sie von den Beschäftigten der Deutschen Post AG unterstützt.

Bisher versucht die Geschäftsführung, Bedingungen an die Verhandlungsaufnahme zu knüpfen wie zum Beispiel die Beibehaltung der Lohnhöhe auf bisherigem Niveau oder die Festlegung auf Regelungen, die grundsätzlich der betrieblichen Mitbestimmung vorbehalten sind.

ver.di erwartet, dass die Geschäftsführung der DP CSC GmbH unverzüglich in Tarifverhandlungen eintritt – ohne Vorbehalte, ergebnisoffen und konstruktiv. Die ver.di-Mitglieder sind nicht bereit, sich noch länger hinhalten zu lassen.