Tarif

Entgelttarifverhandlungen in Bayern

Entgelttarifverhandlungen in Bayern

10.10.2018 +++ Für die Beschäftigten in Speditionen, Logistik, Kurier-, Express- und Paketdiensten in Bayern verhandelt ver.di einen neuen Entgelttarifvertrag.

Die Entgelttarifverträge für die Beschäftigten der Branche in Bayern wurden fristgerecht zum 1. Oktober 2018 gekündigt, konkret für Spedition- und Güternahverkehr, die Kontraktlogistik, den Güterfernverkehr und Umzugsverkehr im Fernbereich, die Nordbayerischen Hafenumschlagsbetriebe, die Schwertransportbetriebe und Schwertransportabteilungen sowie die Gehaltstabellen für die gewerblichen Beschäftigten.

Im Vorfeld führte ver.di in den tarifgebundenen Betrieben eine Umfrage zu den Tarifforderungen durch. Die Ergebnisse flossen in die Forderungen der ver.di-Tarifkommission ein. ver.di fordert sechs Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 200 Euro pro Monat mehr,   eine Erhöhung der Auszubildendenvergütungen um monatlich 100 Euro, eine stufenweise Anhebung des Weihnachtsgeldes auf ein 13. Monatsgehalt von bisher 220 auf 867 Euro sowie einen Stundenlohn für Paket-, Brief- und Verbundzusteller von 19 Euro. „Die Entlohnung ist die eine Seite, die Arbeit in der Branche attraktiver macht“, meint der ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiter Postdienste, Speditionen und Logistik in Bayern David Merck.

Eine andere wichtige Seite seien Themen wie Ausbildung und Entlastung. Darüber wolle ver.di mit den Arbeitgebern diskutieren, um eine Branche aufzuwerten, die unter Personalmangel gerade im gewerblichen Bereich leide. Es fehlten Kraftfahrer, Beschäftigte in der Zustellung, aber auch im Lagerbereich. Hohe Ausbildungsquoten, eine Übernahmegarantie unbefristet in Vollzeit als Regel und eine Verbesserung der Ausbildungsbedingungen gehören ebenso dazu wie mehr Arbeitszeitsouveränität für Beschäftigte, so Merck.

Der Verhandlungsauftakt findet am 25. Oktober statt.