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Ergebnis der Mitgliederbefragung zur Tarifrunde Deutsche Post …

Deutsche Post AG

Ergebnis der Mitgliederbefragung zur Tarifrunde Deutsche Post AG

"Deine Meinung zählt" ver.di Be­fra­gung der ver­.­di-Mit­glie­der

5.01.2018 +++ Zur Vorbereitung der diesjährigen Tarifrunde bei der Deutschen Post AG hat ver.di erstmals eine breit angelegte Mitgliederbefragung in den Betrieben der Deutschen Post AG durchgeführt. Die Ergebnisse sind in den Forderungsbeschluss der Tarifkommission vom 10. Januar 2018 eingeflossen.

Die Mitgliederbefragung  fand vom 6. November bis 15. Dezember 2017 statt. An ihr haben sich 36 920 ver.di-Mitglieder beteiligt. Das ist sensationell! Allen Kolleginnen und Kollegen, die sich daran beteiligt haben und die bei der Durchführung in den Betrieben geholfen haben, gilt an dieser Stelle unser Dank. Wir stellen nachfolgend die zentralen Ergebnisse dar.

Von den 36 920 Mitgliedern waren mit jeweils exakt 50 Prozent Frauen und Männer zu gleichen Anteilen beteiligt. Es konnten 451 Auszubildende einbezogen werden. Das entspricht einem Prozent der Befragten.

Forderungshöhe

Bezogen auf die Forderungshöhe halten 61 Prozent eine Forderung von 5,5 Prozent für in Ordnung, insgesamt 34 Prozent halten eine höhere Forderung für gerechtfertigt.

Die Tarifkommission hat beschlossen: ver.di fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Eine Forderung von 5,5 % halten 61 % der Befragten für in Ordnung ver.di

Freie Zeit

Freie Zeit zur Entlastung ist für insgesamt 80 Prozent der Befragten ein wichtiges Thema. Nur insgesamt fünf Prozent halten freie Zeit zur Entlastung für nicht so wichtig.

Grafik: Freie Zeit zur Entlastung ist für insgesamt 80 Prozent der Befragten ein wichtiges Thema. Nur insgesamt fünf Prozent halten freie Zeit zur Entlastung für nicht so wichtig ver.di

Tarifvertragliche Wahlmöglichkeit

Die Tarifkommission hat beschlossen: ver.di fordert eine tarifvertragliche Wahlmöglichkeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, einen Teil der vereinbarten Entgelterhöhung in „freie Zeit“ umwandeln zu können.

Gefragt, ob eher Geld oder freie Zeit zur Entlastung wichtig sind, sagen insgesamt 28 Prozent, dass ihnen eher oder vor allem freie Zeit wichtig ist. Insgesamt 23 Prozent sagen, dass ihnen eher oder vor allem mehr Geld wichtig ist. 49 Prozent sagen, dass ihnen etwas von beidem wichtig ist. Diesem Ergebnis wird mit der Forderung nach einer Wahlmöglichkeit Rechnung getragen, einen Teil der zu vereinbarenden Entgelterhöhung in freie Zeit umwandeln zu können.

Grafik: Gefragt, ob eher Geld oder freie Zeit zur Entlastung wichtig sind, sagen insgesamt 28 Prozent, dass ihnen eher oder vor allem freie Zeit wichtig ist. Insgesamt 23 Prozent sagen, dass ihnen eher oder vor allem mehr Geld wichtig ist. 49 Prozent sagen, dass ihnen etwas von beidem wichtig ist ver.di

Beurteilung zum leistungsorientierten Entgelt

Die Beurteilung zum leistungsorientierten Entgelt wird von vielen Befragten als „unsinnig“ oder „veraltet“ angesehen. 116 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Entgeltgruppen 1 bis 4 werden jedes Jahr beurteilt und es wird daraus eine Sonderzahlung berechnet. Viele Befragte sprechen sich dafür aus, diesen Betrag fest auf das Monatsgrundentgelt zu verteilen. Dadurch würde das Monatsentgelt deutlich ansteigen.

Die Tarifkommission hat beschlossen: Die jeweiligen Basisbeträge der Entgeltgruppen 1 bis 4 werden im vollen Umfang auf die jeweiligen Monatsgrundentgelte und Stundenentgelte der Entgeltgruppen 1 bis 4 umgelegt.

Beamtinnen und Beamte

Darüber hinaus soll für die Beamtinnen und Beamten bei der Deutschen Post AG über die Fortschreibung der bis zum 31. Januar 2018 bestehenden Regelungen zur Postzulage verhandelt werden.